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Fahrdynamik – Fahrwiderstände und Bremskräfte bei EBO- und Niederflurfahrzeugen

Begrifflich soll „Anhalten“ das durch den Triebfahrzeugführer veranlasste Bremsen bedeuten,
„Bremsen“ als alleiniger Begriff den physikalischen Vorgang der Verzögerung.
Dem rollenden – bereits dem gerade anfahrenden - Zug wird „widerstanden“, die einzelnen
Widerstände sollen genannt werden.

Der Fahrbewegung wirken Widerstandskräfte entgegen, die nachstehend beschrieben werden. Die Berechnungsformel für die Fahrwiderstandskraft zeigt ihre Herkunft aus einer Differentialgleichung 2. Ordnung.

Fw = c0 m + c1 v + c2 v² .... m = Zuggewicht, v = Geschwindigkeit cn = zugspezifische Koeffizienten

Bei EBO-Bahnen sind maßgebende Kräfte: Rollwiderstandskräfte, Stoßwiderstandskräfte
(Quer-,Vertikal und Längskräfte),Impulswiderstandskräfte aus Luftaus- und eintrittsöffnungen und in ganz besonderer Weise der Luftwiderstand, der für den quadratischen Anteil verantwortlich ist.

Bei Bahnen mit einer Höchstgeschwindigkeit unter 100 km/h ist der Luftwiderstand weniger bedeutsam. Bei insgesamt geringeren Widerstandskräften werden aber Lager- und Getriebewiderstandskräfte wichtig. Hier sei, auf Untersuchungen mit der Mess Straßenbahn in Dresden hingewiesen.
Die bei Straßenbahnen und ähnlichen Fahrzeugen (Niederflurfahrzeuge) auftretenden (temperaturabhängigen) Widerstände in Getrieben sind zu beachten.

Ähnliche Überlegungen gelten für den Bogenwiderstand wegen der viel geringeren Radien verglichen mit EBO-Bahnen.

Kategorie: DB Technik

Erstellt am: 14.11.2025