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ETCS-Glossar mit Begriffserklärungen























Oben

Begriff (deutsch)

Begriff (englisch)

Abkürzung

Begriffsdefinition

Abnahme

acceptance

Von einem Produkt, System oder Prozess erreichter Zu-stand, sobald Einigkeit darüber besteht, dass dieser oder dieses für den vorgesehenen Verwendungszweck geeignet ist.

Achszähler

axle counter

Az

Achszähler bestimmen den Belegungszustand eines Freimeldeabschnitts indirekt über die Zählung der ein-und ausgefahrenen Achsen.

Aktivitätsdiagramm

AD

Das Aktivitätsdiagramm ist ein Verhaltensdiagramm der Modellierungssprachen UML und SysML. Verhalten werden über die Abfolge von Aktionen mit Kontroll- und Objektflüssen dargestellt. Es eignet sich besonders für die Darstellung von prozeduralem Verhalten.

Aktualisierungsbalise

infill balise

Siehe „ETCS-Aktualisierungsgeräte

Aktualisierungsinformation

infill information

Siehe „ETCS-Aktualisierungsgeräte

Aktualitätskennzeichen

AKZ

Ein im Zugsicherungssystem pro Fahrwegelement ver-waltetes Attribut, das angibt, ob für das jeweilige Ele-ment aktuelle und gültige Zustandsinformationen vorlie-gen.

Allgemeine Sicherheits-methode

Common Safety Methods

CSM-RA

Durchführungsverordnung (EU) Nr. 402/2013 der Kommission vom 30. April 2013 über die gemeinsame Si-cherheitsmethode für die Evaluierung und Bewertung von Risiken und zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 352/2009;

Durchführungsverordnung (EU) Nr. 2015/1136 der Kommission vom 13. Juli 2015 zur Änderung der Durch-führungsverordnung (EU) Nr. 402/2013 über die ge-meinsame Sicherheitsmethode für die Evaluierung und Bewertung von Risiken;

C/2016/1574 – Berichtigung der Durchführungsverord-nung (EU) 2015/1136 der Kommission vom 13. Juli 2015 zur Änderung der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 402/2013 über die gemeinsame Sicherheitsme-thode für die Evaluierung und Bewertung von Risiken (ABl. L 185 vom 14.7.2015)

Allgemeiner paketorien-tierter Funkdienst

General Packet Radio Service

GPRS

Dieser Dienst ermöglicht es über das Mobilfunknetz Da-ten zu übertragen. Seine Technik eignet sich besonders für Fernwirkaufgaben bei geringer Bandbreite.

Allgemeines Eisenbahn-gesetz

AEG

Änderungsantrag

Change Request

CR

Änderungsanforderung an eine Spezifikation.

Ankündigungsbalise

announcement balise

Mit einer Ankündigungsbalise wird dem ETCS-Zug ein bevorstehender Levelwechsel in einem bestimmten räumlichen Abstand vor dem tatsächlich zu erfolgenden Levelwechsel (Ankündigungsdistanz) angekündigt.

Ankündigungsdistanz

announcement distance

Abstand zwischen der Ankündigungsbalise und den Ort des tatsächlichen Levelwechsels.

Anlagen- und Instandhal-tungsmanagement Netze

AIM Netze

Das Anlagen- und Instandhaltungsmanagement der je-weiligen streckenseitigen Infrastruktur; trägt unter ande-rem die Anlagenverantwortung und ist zuständig für das Safetymanagement der Lebenszyklusphasen 11-12.

Anlagenverantwortlicher

infrastructure asset officer

ALV

Der ALV ist für den technischen Zustand einer Anlage verantwortlich. Hauptaufgabe ist dabei der Erhalt der Verfügbarkeit und des sicheren Zustands einer Anlage.




[A)|#a)]
























Begriff (deutsch)

Begriff (englisch)

Abkürzung

Begriffsdefinition

Audit

audit

Systematischer, unabhängiger, dokumentierter Prozess zur Erlangung von Aufzeichnungen, Darlegungen von Fakten oder anderen relevanten Informationen und de-ren objektiver Begutachtung, um zu ermitteln, inwieweit festgelegte Anforderungen erfüllt sind.

auf Sicht

On Sight

OS

ETCS-Betriebsart: Fahren auf Sicht

Auflagen-Management

AufM

Prozess zur Koordination und Abarbeitung von Aufla-gen sowie der Bereitstellung der Nachweisführung.

Aufnahmesignal

Signal, an dem der ETCS-Zug in die ETCS-Überwachung aufgenommen wird.

Auftrag ETCS-Fahrt

Information der Führerraumanzeige, welche dem Trieb-fahrzeugführer die Zustimmung zur Fahrt signalisiert.

Auftraggeber

AG

Auftragnehmer

AN

Ausbaustrecke

ABS

Ausfahrsignal

Asig

Ausfall (einer Einheit)

failure (of an item)

Verlust der Fähigkeit, wie gefordert zu funktionieren

Ausfallart

failure mode

Art und Weise, wie sich ein Ausfall ereignet

Ausfälle aufgrund gemeinsamer Ursache

common cause failure

Ausfälle mehrerer Einheiten, die ansonsten als vonei-nander unabhängig angesehen werden würden, auf-grund einer einzigen Ursache.

Ausfalleffektenanalyse

Failure Mode and Effect Analysis

FMEA

Fehlermöglichkeits- und -einflussanalyse bzw. Auswir-kungsanalyse

Ausfallrate

failure rate

FR

Die Ausfallrate gibt die Wahrscheinlichkeit an, mit der eine Einheit während eines bestimmten Zeitintervalls ausfällt.

Ausgangssignal

exit signal

Letztes Signal eines mit einem bestimmten ETCS-Level ausgerüsteten Bereiches

Auswirkungsanalyse

AA

Authentifizierungscode der Nachricht

Message Authentication Code

MAC

Nachrichten-Authentifizierungscode, der zur chiffrierten Signatur aller Telegramme der Zugsteuerungsschnitt-stelle verwendet wird.

Authentisierungsschlüssel

Authentication Key

KMAC

Authentisierungsschlüssel, welche durch das KMC er-zeugt und zu den ETCS-Zentralen und ETCS-Fahrzeuggeräten transportiert und dort installiert wer-den (KMAC).

Automatische Fahr- und Bremssteuerung

AFB

Bahnhof

Bf

Bahnhöfe sind Bahnanlagen mit mindestens einer Wei-che, wo Züge beginnen, enden, halten, kreuzen, über-holen oder wenden dürfen.

Bahnnorm

BN

nicht zu verwenden, ist veraltet

siehe DBS - Deutsche Bahn Standard

Bahntechnisches Protokoll

BTP

Das BTP beschreibt Struktur und Inhalt (z. B. Format, Bedeutung und Reihenfolge) der zwischen ESTW und den LST-Komponenten oder -Teilsystemen ausge-tauschten Informationen.

Bahnübergang

Bahnübergangskette

BÜ-Kette

Mehrere dicht aufeinander folgende BÜ, deren Ein-schaltstrecken überlappen. BÜ-Ketten können einen gemeinsamen Einschaltpunkt und ein gemeinsames Überwachungssignal aufweisen.




B













Begriff (deutsch)

Begriff (englisch)

Abkürzung

Begriffsdefinition

Bahnübergangssiche-rungsanlage

level crossing safety system

BÜSA

Die BÜSA ist die Anlage, die die technische Sicherung an einem Bahnübergang durchführt.

Balise

balise

Gerät des Systems ETCS, in Gleismitte angeordnet, das einem darüber hinweg fahrenden Zug Signal-, Fahrweg- und Ortungs-Informationen usw. punktförmig überträgt.

Wenn im Lastenheft der Begriff Balise verwendet wird, ist damit auch immer eine Eurobalise gemeint.

Balisenbefestigungs-system (Balisen-Befestigungs-System)

BBS

System zur Befestigung der Balise an der Schwelle. Bei der Schwellenbefestigung muss der Einsatz für Beton-schwelle und Stahlschwelle möglich sein.

Balisengruppe

balise group

BG

Gruppe aus Balisen. Besteht aus einer Balise oder meh-reren Balisen (bis zu 8) mit demselben Referenzort.

Balisenhalterungssystem (Balisen-Halterungs-Sys-tem)

BHS

Das BHS dient der Befestigung der Balise auf einem Trägersystem zwischen den Schienen. Die Systemum-gebung des BHS stellt einerseits die Schiene und ande-rerseits die Balise selbst dar.

Balisentransmissions-modul

BTM

Empfangsmodul für Balisentelegramme

Baseline

Baseline

BL

Neuerungen oder Änderungen in der ETCS-Spezifikation, welche inkompatibel mit dem aktuellen ETCS-Funktionsumfang sind, führen zu einer neuen Baseline bzw. zu einer neuen Systemversion.

Hinweis: Mit der TSI ZZS 2023 werden kompatible ETCS-Spezifikationen nicht mehr über Baselines son-dern über Systemversions unterschieden.

Baseline 2

Baseline 2

BL2

ETCS-Spezifikationen mit der Systemversion 1.x.

Hinweis: Mit der TSI ZZS 2023 werden kompatible ETCS-Spezifikationen nicht mehr über Baselines son-dern über Systemversions unterschieden.

Baseline 3

Baseline 3

BL3

ETCS-Spezifikationen mit der Systemversion 2.x.

Hinweis: Mit der TSI ZZS 2023 werden kompatible ETCS-Spezifikationen nicht mehr über Baselines son-dern über Systemversions unterschieden.

Baseline 4

Baseline 4

BL4

ETCS-Spezifikationen mit der Systemversion 3.x.

Hinweis: Mit der TSI ZZS 2023 werden kompatible ETCS-Spezifikationen nicht mehr über Baselines son-dern über Systemversions unterschieden.

Basisintegrität

basic integrity

Integritätsattribut für sicherheitsbezogene Funktionen mit einer TFFR höher (weniger anspruchsvoll) als 10 –5 1/h oder für nicht sicherheitsbezogene Funktionen.

Bauartbetreuung

BAB

Bauartverantwortung

BAV

Bauprojektleitung

für das Bauvorhaben verantwortliche Projektleitung des AG

Baureihe

BR

Gibt die Baureihe eines Triebfahrzeuges an.

Beispiel: BR 101

Bauzustand

Der Begriff umfasst jeden Zustand, welchen die Infra-struktur im Rahmen der Umrüstung durchläuft. Ein Bau-zustand kann durch mehrere Bauzwischenzustände un-terteilt sein. Beide Begriffe grenzen sich durch Abnah-meaktivitäten (ggf. Teilabnahmen) voneinander ab.






G
















Begriff (deutsch)

Begriff (englisch)

Abkürzung

Begriffsdefinition

Bedienbezeichner

BedBez

Der Begriff setzt sich aus Elementbezeichner und Ele-mentart zusammen. Entsprechend Ril 819.0603. Begriff wird auch in der Ril 819.9005 verwendet.

Bedienender GPRS-Unterstützungsknoten

Serving GPRS Support Node

SGSN

Ein GPRS Support Node (GSN) ist im Vermittlungsnetz eines Mobilfunkanbieters ein Element, das einen we-sentlichen Teil der GPRS-Infrastruktur darstellt. Ein GSN ist entweder ein SGSN (Serving GPRS Support Node) oder ein GGSN (Gateway GPRS Support Node).

Bedienerüberwachte Bahnübergangssiche-rungsanlage

crossing keeper-monitored level crossing safety system

Bed-BÜSA

Bahnübergangssicherungsanlage mit Überwachung durch den Bediener (Schrankenwärter)

Bedienoberfläche

BO

Bedienplatzbezeichner

BP-Bez

Bedingte Ausfahrt

Eine bedingte Ausfahrt liegt dann vor, wenn es hinter dem Ausstiegssignal mehrere Fahrwege gibt, von de-nen mindestens einer in einen nicht mit ETCS ausge-rüsteten Bereich führt. Der Ausstieg aus dem ETCS-Bereich kann bei einer bedingten Ausfahrt erst mit Fahrtstellung des Signals angestoßen werden, weil erst dann bekannt ist, in welchen Bereich der Fahrweg führt.

Bedingter Levelwechsel

Conditional Level Transition Order

CLTO

Veranlasst das Fahrzeug zu prüfen, ob es sich in einem im bedingten Levelwechsel genannten Level befindet. Sollte dies der Fall sein, gibt es keine Reaktion, ansons-ten erfolgt ein sofortiger Levelwechsel.

Bedingter Nothalt

Conditional Emergency Stop

CES

Nachricht von der ETCS-Zentrale an das Triebfahrzeug,

z. B. im Falle eines Signalhaltfalles. Das Fahrzeug muss anhalten, wenn es sich bei Empfang der Nachricht noch vor dem in der Nachricht angegebenen Ort befin-det. Hat es den Ort bereits passiert, fährt es weiter.

Unbedingter Nothalt

Unconditional Emergency Stop

UES

Befehl zum Wechsel des Levels

Level transition order

LTO

Datenpaket in einer Balise oder einem ETCS-Funktelegramm.

Behelfsankündigungs-balise

Kündigt einen sekundären Levelwechsel an, wenn der primäre Levelwechsel nicht zustande kommt.

Behelfsgrenzbalise

Führt einen sekundären Levelwechsel durch, wenn der primäre Levelwechsel nicht zustande kommt.

Benannte Stelle

Notified Body

NoBo

Stelle im Sinne des Kapitels VI der Richtlinie (EU) 2016/797, die damit betraut ist, die Konformität oder die Gebrauchstauglichkeit der Interoperabilitätskomponen-ten zu bewerten oder das EG-Prüfverfahren für struktu-relle Teilsysteme nach Artikel 15 Absatz 1 der Richtlinie (EU) 2016/797 durchzuführen.

Benutzerdatengramm- / Internetprotokoll

User Datagram Protocol

/ Internet Protocol

UDP/IP

Minimales, verbindungsloses Netzwerkprotokoll der Transportschicht der Internetprotokollfamilie

Bereichskennungswechsel

BKW

Wechsel von einem LZB-Bereich in einen anderen mit abweichender Bereichskennung

bereitstehen

Stand By

SB

ETCS-Betriebsart: ETCS-Fahrzeugeinrichtung in Be-reitschaft

Bestandteile des Eisenbahnsystems

Sind die strukturellen Teilsysteme und die übrige Eisen-bahninfrastruktur.



















Begriff (deutsch)

Begriff (englisch)

Abkürzung

Begriffsdefinition

Betreiber

Der Begriff Betreiber wird für zwei unterschiedliche Be-reiche verwendet.

  1. Bauartverantwortliche Stelle:

    Diese Stelle wird als Betreiber von Lastenheften, Regel-werken und generischen Zulassungen bezeichnet.

  2. Anlagen- und Instandhaltungsmanagement Netze: Diese Stelle betreibt eine konkrete Infrastrukturanlage.

Hinweis: Da das Wort mehrfach belegt ist, sollte es nicht genutzt werden, sondern diese beiden beschriebenen Bereiche explizit benannt werden.

Betrieblich kommerziel-les Lastenheft

BKLH

betrieblich technisches Lastenheft

BTLH

Betriebliche Aufgabenstellung

BAst

Betriebliche Gefährdungsanalyse

operational hazard analysis

BGA

Betrieblich-technische Systemfunktionen

BTSF

ETCS-Lastenheft für Level 2 Strecken (Baseline 2)

Betrieblich-technische Systemfunktionen Base-line 3

BTSF3

ETCS-Lastenheft für Level 2 Strecken Baseline 3

Betriebs- und Bauanwei-sung

Betra

Eine Betriebs- und Bauanweisung (Betra) ist eine schriftliche Anweisung für Bauarbeiten und Arbeiten, die betriebliche, fernmelde-, leit- und sicherungstechnische, oberleitungstechnische und bautechnologische Regelungen enthält. Die Betra beinhaltet auch Zustän-digkeiten und Festlegungen für die Bauleitung, die Bau-überwachung sowie für den Arbeitsschutz, die Unfallverhütung|#unfallverhütung] und das [Notfallmanagement.

Betriebsartwechsel

Wechsel zwischen verschiedenen ETCS-Betriebsarten

Betriebsbremsung

BB

Bremsung entsprechend einer Absenkung des Druckes in der Hauptleitung um ca. 0,5 bar (fahrzeugspezifische Abweichungen sind möglich; Ziel einer Betriebsbrem-sung ist ein materialschonendes Bremsen).

Betriebskilometer

Bkm

Betriebszentrale

BZ

Bewertungsstelle

Assessment Body

AsBo

„Bewertungsstelle“ die unabhängige, fachkundige ex-terne oder interne natürliche Person, Organisation oder Stelle, die eine Untersuchung vornimmt, um auf der Grundlage von Nachweisen zu beurteilen, ob ein Sys-tem die gestellten Sicherheitsanforderungen erfüllt.

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RFC

Beschreibungen zu Internet-Standards die die IETF (In-ternet Engineering Task Force) verwaltet.

Blockabschnitt

block section

siehe "Blockstrecken"

Blockdefinitionsdia-gramm

BDD

Das Blockdefinitionsdiagramm ist ein Strukturdiagramm der Modellierungssprachen UML und SysML. Es ent-spricht in der UML dem Klassendiagramm. Die Struktur wird durch die Darstellung von Objekten (den Blöcken), deren Eigenschaften (u.a. Attribute und Operationen) und deren Beziehungen untereinander (Assoziationen, Abhängigkeiten) dargestellt.






















Begriff (deutsch)

Begriff (englisch)

Abkürzung

Begriffsdefinition

Blockkennzeichen

block marker

Bk

Blockkennzeichen sind an den Blockstellen aufgestellt, die nicht durch den Standort eines Hauptsignals oder eines Signals Ne 14 gekennzeichnet sind. Das Block-kennzeichen (bei ETCS auch „ETCS-Location-Marker“ genannt) kennzeichnet eine Teilblockgrenze.

Blockstelle

Bk

Die Blockstelle begrenzt eine Blockstrecke, z. B. durch ein Hauptsignal oder durch ein Blockkennzeichen.

Blockstrecke

Eine Blockstrecke ist durch Blockstellen begrenzt.

Bremsart

BRA

Bremshundertstel

Brh

Im Zug mindestens vorhandene Bremshundertstel (tat-sächliche Bremshundertstel).

Hinweis: Es gibt auch die Abkürzung BRH für Brems-hundertstel. Die Großschreibweise der Abkürzung fin-det aber nur bei der LZB für die Werte der LZB-Einstelltabelle Verwendung.

Bremssteuergerät

BSG

Bremstafel

Tabelle zur Ermittlung der maximal zulässigen Ge-schwindigkeit eines Zuges, in Abhängigkeit zum Ge-fälle, Bremswegabstand und Bremshundertstell. Siehe EBO § 35

Bremswirkgruppe

BWG

BÜ-Geschwindigkeit

Geschwindigkeit, mit der ein Zug nach dem Anhalten vor einem BÜ (mit einer gestörten BÜSA) und nach ört-licher Sicherung des BÜ diesen ETCS-überwacht in sei-ner vorprojektierten Breite befahren kann. Danach wird die BÜ-Geschwindigkeit (auch LX-Speed genannt) au-tomatisch gelöscht; dem Tf werden dann ab sofort wie-der die aktuellen Führerraumanzeigen angezeigt.

Hinweis: Nur bei anzeigegeführten Zügen

Bundesamt für Sicher-heit in der Informations-technik

BSI

BÜ-Rücknahme-Datenpunkte

BRI-DP

BÜ-Signal-Datenpunkt mit besonderer Projektie-rung

BPI-DP

BÜ-Signalwiederholer-Datenpunkt

BW-DP

Cybersecurity für sicher-heitskritische Infrastrukturen

CYSIS

Arbeitsgruppe Cybersecurity für sicherheitskritische Inf-rastrukturen (DB AG und TU Darmstadt)

Daten verfügbar

Data Available

DA

Zustand des STM, in dem es die Zugbeeinflussung aus-führt (aktiv ist).

Datenfernübertragung

DFÜ

Datenpunkt

DP

Zu einem Datenpunkt gehören die Balisen und – sofern es sich um einen gesteuerten DP handelt – die LEU. Ein Datenpunkt entspricht einer Balisengruppe gemäß TSI ZZS mit einer bis acht Balise(n).

Datenspeicherkassette

DSK

Beispiel: DSK 20

Designerwahl Änderungsantrag

designers choice Change Request

dc CR

Änderungsvorschlag zur ETCS-Spezifikation, der optio-nal implementiert werden kann

Deutsche Bahn

DB





















Begriff (deutsch)

Begriff (englisch)

Abkürzung

Begriffsdefinition

Deutsche Bahn Standard

DBS

Deutsches Institut für Normung

DIN

Diagnose- und Managementsystem

DMS

Dienstvorschrift

DV

Digitales Stellwerk

DSTW

Digitales Stellwerk - Zentraleinheit

DSTW-ZE

Diversität

diversity

Vorhandensein von zwei oder mehr Möglichkeiten, ein festgelegtes Ziel zu erreichen

Dokumentenverwaltungssystem

DVS

Domain Namen System

Domain Name System

DNS

Doppelte Kreuzungsweiche

DKW

Dreifach-DES

Triple-Data Encryption Standard

3DES

Beim Dreifach-DES (3DES) handelt es sich um eine Mehrfachverschlüsselung auf Basis einer DES-Verschlüsselung, Data Encryption Standard (DES). Der symmetrische Verschlüsselungsalgorithmus 3DES be-nutzt zwei oder drei Schlüssel und drei DES-Durchläufe.

Dreigleisigkeit Stelle - Lüneburg

DSL

Infrastrukturprojekt mit ETCS-Anteil

Druckschrift

DS

Örtliche Abgrenzung des Gültigkeitsbereichs von Richt-linien aus der Zeit der Deutschen Bundesbahn: DS wur-den in den alten Bundesländern ausgegeben.

Beispiel: DS 301 (heute Richtlinie 301 Signalbuch).

Dunkelschaltanstoß

initiation of intentional dark signal

DA

Dunkelschaltung

Dunkelschaltung wird verwendet, um Widersprüche zwischen ortsfester und Führerraumsignalisierung zu vermeiden.

Dunkelschaltunterdrückung

Siehe Dunkelschaltverhinderung

Dunkelschaltverhinde-rung

Stellwerksfunktion, die beim Empfang eines Dunkel-schaltanstoßes (DA+) der ETCS-Zentrale für bestimmte Signale oder Fahrstraßen eine Dunkelschaltung verhin-dert bzw. unterdrückt und stattdessen einen Fahrtbegriff

„hell“ ausgibt.

Durchrutschweg

D-Weg

Hinter einem Halt zeigenden Signal abhängig von der Einfahrgeschwindigkeit vom Stellwerk temporär freige-haltener Gleisabschnitt, der über den Gefahrpunkt hin-wegreichen kann.

Der Abstand des Hauptsignals zum maßgebenden Ge-fahrpunkt. Dieser Abstand steht als Schutzstrecke hin-ter dem haltzeigendenSignal gegen das Verbremsen ei-nes Zuges zur Verfügung.

Dynamisches Hostkonfigurationsprotokoll

Dynamic Host Configuration Protocol

DHCP

Das Dynamic Host Configuration Protocol (DHCP) ist ein Kommunikationsprotokoll in der Computertechnik. Es ermöglicht die Zuweisung der Netzwerkkonfiguration an Clients durch einen Server.

Einfache Kreuzungsweiche

single slip switch

EKW























Begriff (deutsch)

Begriff (englisch)

Abkürzung

Begriffsdefinition

Einfahrsignal

Esig

Eingeschränkte Überwachung

Limited Supervision

LS

ETCS-Betriebsart (ab Baseline 3)

Hinweis: Es wird üblicherweise nur der englische Begriff bzw. die Abkürzung genutzt.

Einheitliche Modellierungssprache

Unified Modeling Language

UML

Die Unified Modeling Language („vereinheitlichte Mo-dellierungssprache“) ist eine von der Object Manage-ment Group (OMG) entwickelte und standardisierte gra-fische Sprache für die Modellierung von Software und anderen Systemen. Die Sprache ist über die ISO/EC 19501 Norm standardisiert.

Einschaltstrecke

Strecke vom Einschaltkontakt einer BÜSA bis zum BÜ

Einstiegssignal

Signal, für welches die Aufnahme eines Zuges in die ETCS-Führung projektiert ist. Der Zug muss im Level 2 eine Verbindung zur ETCS-Zentrale und eine gültige Ortung haben.

Eisenbahn Bau- und Betriebsordnung

EBO

Eisenbahn Infrastruktur Unternehmen

EIU

Eisenbahnagentur der Europäischen Union

European Railway Agency

ERA

Die Europäische Eisenbahnagentur hat zur Aufgabe, die Integration der europäischen Eisenbahnsysteme zu fördern, indem die Sicherheit von Zügen verbessert und eine nahtlose, direkte Grenzüberquerung gewährleistet wird.

Eisenbahnbetriebsleiter

EBL

Eisenbahn-Bundesamt

EBA

Eisenbahn-Inbetriebnahme-genehmigungs-verordnung

EIGV

Eisenbahninfrastruktur-Benutzungsordnung

EIBV

Eisenbahninfrastrukturunternehmen

railway infrastructure undertaking

EIU RIU

Eisenbahnsignalordnung

ESO

Eisenbahnverkehrsunternehmen

railway undertaking

EVU RU

Elektromagnetische Verträglichkeit

EMV

Elektronischer Buchfahr-plan und Verzeichnis der Langsamfahrstellen

EbuLa

Elektronisches Stellwerk

ESTW

Elektronisches Stellwerk

- Abgesetzter Stellbe-reich

ESTW-A

Elektronisches Stellwerk

- Unterzentrale

ESTW-UZ

Elektronisches Stellwerk

- Zentrale

ESTW-Z

Ende der Fahrterlaubnis (v = 0 km/h)

End of Authority

EoA




















Begriff (deutsch)

Begriff (englisch)

Abkürzung

Begriffsdefinition

Ende der Fahrterlaubnis (v > 0 km/h)

Limit of Authority

LoA

Ende-zu-Ende-Übertragungsverzögerung

End to end transfer delay

TD

Entität

entity

Person, Gruppe oder Organisation, die eine Rolle, wie in der vorliegenden Norm definiert, ausübt.

Entwurf

design

Tätigkeit, um spezifizierte Anforderungen zu analysie-ren und in akzeptable Lösungen umzusetzen.

Entwurfsplanung

EP

Ereignisdatenbank Safety

EDS

Statistik und Datenbank der Bahnbetriebsunfälle und gefährlichen Unregelmäßigkeiten.

Erhöhtes Seitenbe-schleunigungs-Profil

ES-Profil

Auf Strecken, auf denen ein bogenschneller Betrieb möglich ist, gibt es im Fahrplan zwei Geschwindigkeits-profile:

  • Züge mit Regelseitenbeschleunigung: RS-Profil

  • Züge mit erhöhter Seitenbeschleunigung: ES-Profil

Erläutern und sicherheitliches Ermessen

EuE

Ein EuE ist ein Nachweisdokument zum Erläutern der Anforderungen bzw. Abläufe und Herleitung/Begrün-dung von sicherheitlichem Ermessen.

Hinweis: „E&E“ nicht mehr zu verwenden

Erneuerung

umfangreiche Arbeiten zum Austausch an Bestandtei-len des Eisenbahnsystems oder Teilen davon, sodass die Gesamtleistung des Bestandteils des Eisenbahnsystems nicht verändert wird

Ersatzsignal einschalten

EE

Bedienkommando im ESTW, um das Zusatzsignal 1 (Zs 1 – Ersatzsignal) einzuschalten.

erstmalige Inbetrieb-nahme

Die Inbetriebnahme nach erfolgter Errichtung einer neuen Strecke, eines neuen Bahnhofs oder Haltepunk-tes an einer neuen Strecke, mit der eine bislang noch nicht bestehende Verbindung geschaffen wird. Betrifft die Teilsysteme Infrastruktur, Energie, streckenseitige Zugsteuerung,

Zugsicherung und Signalgebung oder der übrigen Ei-senbahninfrastruktur.

ERTMS Benutzergruppe

ERTMS Users Group

EUG

Europäische Vereinigung von 11 Eisenbahnunterneh-men zur Unterstützung der Entwicklung und Anwen-dung von ETCS (vgl. www.ertms.be )

ETCS signalgeführt

ESG

Name der streckenseitigen ETCS L1 LS Implementie-rung der DB AG.

ETCS-

Aktualisierungsgeräte

Hierunter versteht man Balisen, RIU oder Loops, wel-che einem ETCS-Zug ein Telegramm (Aktualisierungs-information) passend zum Signalbegriff des Hauptsig-nals bereits bei Annäherung des ETCS-Zuges an das entsprechende Hauptsignal übertragen.

ETCS-Ausrüstungs-bereich

Siehe „ETCS-Bereich“

ETCS-Bedienen & Anzeigen

ETCS-B&A

ETCS-Bereich

Streckenbereich, in dem ETCS die Aufgaben einer Zug-beeinflussung übernehmen kann.

ETCS-Betriebsart

ETCS Mode

Technische Betriebszustände des ETCS-Fahrzeuggerätes, um verschiedene betriebliche Verfah-ren durchführen zu können (beginnend von einem Fah-ren ausschließlich mit Führerraumanzeige bis hin zu ei-nem Fahren auf Befehl).

























Begriff (deutsch)

Begriff (englisch)

Abkürzung

Begriffsdefinition

ETCS-Erwartungsfenster

Streckenbereich in dem eine verkettete Balise vom ETCS-Fahrzeuggerät erwartet wird.

ETCS-Fahrterlaubnis

Movement authority

MA

ETCS-

Fahrzeugausrüstung

ETCS-Onboard Equipment ETCS-on-board equipment

Gesamtheit der fahrzeugseitig vorhandenen Einrichtun-gen für ETCS wie z. B. der ETCS-Fahrzeuggeräte und der GSM-R-ETCS-Funkmodule.

ETCS-Fahrzeuggerät

ETCS Onboard Unit ETCS on-board unit

ETCS-Fzg ETCS-FzG ETCS-OBU

ETCS-Führung

Anzeigegeführte Zugfahrt im Sinne der Richtlinie 408 (Fahrdienstvorschrift) in Level 1 oder 2, dabei werden Führungsgrößen bzw. Überwachungsgrößen ange-zeigt.

ETCS-Gleisgeräte

Unter ETCS-Gleisgeräten werden Balisen (schaltbare und nicht-schaltbare), RIU und Leiterschleifen verstan-den.

ETCS-Halt

Punkt der Strecke, an dem die Fahrterlaubnis endet und den ein ETCS geführtes Fahrzeug nicht überfahren darf.

ETCS-Halt-Tafel

Signal Ne 14, Bedeutung „Halt für Züge in ETCS-Betriebsart SR“, kennzeichnet eine Ganzblockgrenze.

ETCS-Identität

Setzt sich zusammen aus NID_C und NID_BG . Siehe hierzu auch Ril 819.1303

ETCS-Level 0

L0

Siehe „Level 0“

ETCS-Level 1

L1

Siehe „Level 1“

ETCS-Level 2

L2

Siehe „Level 2“

ETCS-Level 3

L3

Siehe „Level 3“

ETCS-Level NTC

LNTC

Siehe „Level NTC“

ETCS-Level STM

LSTM

Siehe „Level STM“

ETCS-Levelgrenze

Siehe „Levelgrenze“

ETCS-Quittiertaste

Softkey (mit der dazugehörigen Taste am Display) und ggf. externes Bedienelement am Führerpult, welches unter anderem zur Bestätigung quittierpflichtiger ETCS-Meldungen dient.

ETCS-Rangierbereichs-grenzen

In der ETCS-Betriebsart SH kann das Überfahren vor-bestimmter ETCS-Rangierbereichsgrenzen durch ETCS überwacht und die Rangierfahrt bei Überfahren bestimmter Balisen zwangsgebremst werden.

ETCS-Sperre

Bereich, in dem technisch verhindert wird, dass Züge in Level 2 oder Level 3 fahren.

ETCS-Strecke

Strecke, die mit der ETCS-Streckeneinrichtung ausge-rüstet ist.

ETCS-

Streckeneigenschaften

Streckenparameter, die die ETCS-Zentrale zum Bei-spiel zur Erstellung einer Fahrterlaubnis benötigt. Diese werden in der ETCS-Zentrale hinterlegt.

ETCS-Strecken-einrichtung

Gesamtheit der streckenseitig vorhandenen Einrichtun-

gen (Geräte, Balisen, Leitungsnetz…) für das ETCS.

ETCS-System-kompatibilität

ETCS System Compatibility

ESC

Nachweis eines Fahrzeuges, dass es in der Lage ist auf bestimmten Strecken ETCS geführt zu fahren.






ETCS











Begriff (deutsch)

Begriff (englisch)

Abkürzung

Begriffsdefinition

ETCS-System-kompatibilitätstyp

ETCS System Compatibility Type

ESC-Typ

Jeder ESC-Typ wird vom Infrastrukturbetreiber festge-legt und entspricht einer bestimmten Konstruktion des Zugsicherungsteils des streckenseitigen Teilsys-tems/der streckenseitigen Teilsysteme der Zugsteue-rung, Zugsicherung und Signalgebung. Der Satz der Prüfungen für jeden ESC-Typ in einem Mitgliedstaat wird öffentlich zugänglich sein. Die fahrzeugseitigen In-teroperabilitätskomponenten oder fahrzeugseitigen ZZS-Teilsysteme müssen für alle ESC-Typen, die Teil des Einsatzbereichs eines Fahrzeugs sind, ESC nach-gewiesen haben.

ETCS-Teilüberwachung

Fahrt wird durch ETCS nur teilweise überwacht, z.B. in der Betriebsart SR erfolgt lediglich die Überwachung der für die Betriebsart definierten Höchstgeschwindig-keit und der Halteorte.

ETCS-Überwachung

ETCS führt eine in der jeweiligen Betriebsart mögliche durchaus unterschiedliche Überwachung der Fahrt durch.

ETCS-Zentrale

Radio Block Center

ETCS-Z RBC

Die ETCS-Zentrale erhält vom Stellwerk Informationen über Signalstellungen, Weichenlagen und ggf. verfüg-bare Durchrutschwege und verknüpft diese Informatio-nen mit den in der ETCS-Zentrale abgelegten Fahr-weginformationen, um daraus eine Fahrterlaubnis zu bilden und an das ETCS-Fahrzeuggerät zur Steuerung und Überwachung des Zuges zu übertragen.

ETCS-Zentrale übernimmt

RBC Accepting

RBC Acc

ETCS-Zentrale übergibt

RBC Handing Over

RBC Hov

ETCS-Zugfolgeabschnitt

Gesicherter Zugfolgeabschnitt, in den (wenn er frei ist) ein ETCS-überwachter Zug eingelassen werden darf; kann durch Blockkennzeichen, ETCS-Halt-Tafeln oder Hauptsignale begrenzt sein.

ETCS-Zugfolgestellen

Begrenzen ETCS-Zugfolgeabschnitte und regeln die Folge der ETCS-Züge auf den freien Strecken.

ETCS-

Zwangsbetriebsbrem-sung

Siehe „Zwangsbetriebsbremsung

ETCS-Zwangsbremsung

Siehe „Zwangsbremsung“

Eurobalise

Siehe „Balise“

Euroloop

Das Euroloop-Subsystem dient der Übertragung von Telegrammen an Schienenfahrzeuge über einen größe-ren Bereich. Es erweitert damit im ETCS Level 1 das punktförmige Eurobalise-System. Es ist auf europäi-scher Ebene durch die ERA standardisiert (TSI ZZS Subset-044). Zentrales Element ist die Euroloop ge-nannte Leckleitung am Fuß der Schiene. Die Daten-übertragung gelingt über die gesamte Länge des Loops, der bis zu 1000 m lang sein darf und am Ende terminiert ist.

Wenn im Lastenheft der Begriff Loop verwendet wird, ist damit auch immer Euroloop gemeint.

Europäische Norm

EN

Europäische Union

EU

Europäische wirtschaftliche Interessenvereinigung

European Economic Interest Group

EEIG






















Begriff (deutsch)

Begriff (englisch)

Abkürzung

Begriffsdefinition

Europäischer Vitalcomputer

European Vital Computer

EVC

sicherer Rechnerkern des ETCS-Fahrzeuggerätes

Europäisches Eisen-bahnverkehrsleitsystem

European Rail Traffic Management System

ERTMS

Europäisches Komitee für elektrotechnische Normung

Comité Européen de Normalisation Électrotechnique

CENELEC

Europäisches Zugbeein-flussungssystem

European Train Control System

ETCS

Fachautor

FA

Fachliche Freigabe

Unternehmensinterne fachliche Freigabe (3. Unter-schrift) durch einen internen Mitarbeiter, falls Doku-mente sowohl durch einen externen Dienstleister er-stellt als auch durch einen externen Dienstleister verifi-ziert wurden oder falls keine unternehmerische Frei-gabe erforderlich ist.

Fachlicher Regelwerks-verantwortlicher

FachRWV

Fahrdienstleiter

Fdl

Fahrer-Maschinen-Schnittstelle

Driver Machine Interface

DMI

Fahrleitungssignal

EI

Fahrstraße

FS

technisch gesicherter Fahrweg für Zugfahrten (Zugstra-ßen, Zugfahrstraße) oder für Rangierfahrten (Rangier-straße, Rangierfahrstraßen)

Fahrstraßenfestlege-überwachungsmelder Blinklicht

FüMBli

Fahrstraßenfestlege-überwachungsmelder Ruhelicht

FüMR

Fahrstraßenüberwachte Bahnübergangssicherungsanlage

FSÜ-BÜSA

Fahrterlaubnis

Erlaubt dem Zug einen bestimmten Streckenabschnitt zu befahren. Die Fahrterlaubnis wird an den Zug über-tragen; sie erlaubt die Durchführung von Zugfahrten in den Betriebsarten FS, LS und OS.

Fahrwegelement

Das Fahrwegelement (z. B. Weiche), das durch das Stellwerk umgestellt werden kann.

Fahrzeug

Fz

Fahrzeuggerät

Onboard Unit on-board unit

Fzg FzG

Siehe „ETCS-Fahrzeuggerät"

Fahrzeugtyp

Ein Typ entsprechend den grundlegenden Konstrukti-onsmerkmalen eines Fahrzeugs, der nach einem einschlägigen Prüfungsmodul in einem Baumuster oder einer Entwurfsprüfbescheinigung beschrieben ist.

Fehlaussage, Irrtum

error

Nichtübereinstimmung zwischen einem berechneten, beobachteten oder gemessenen Wert oder einer Be-schaffenheit und dem wahren, festgelegten oder theo-retisch richtigen Wert oder der wahren Beschaffenheit

Fehlerbaumanalyse

Fault Tree Analysis

FTA














Begriff (deutsch)

Begriff (englisch)

Abkürzung

Begriffsdefinition

Fehlerbericht, -analyse und -korrektursystem

Failure Reporting, Analysis, and Corrective Action System

FRACAS

Fehlzustand (in einem System)

fault (in a system)

abnormaler Zustand, der zu einem Fehler oder Ausfall in einem System führen kann

Feldelement

Feldelemente im Sinne der SCI-RBC sind entweder be-wegliche Fahrwegelemente oder Signale, die durch das Stellwerk umgestellt werden können.

Ferngespeiste Tonfre-quenz Gleisstromkreise

FTGS

Fernüberwacht

FÜ ist eine zuggesteuerte Überwachungsart von BÜSA. Die Überwachung des Zustands der BÜSA erfolgt durch den Fahrdienstleiter im Stellwerk.

Fernüberwachte Bahnübergangssicherungsanlage

Fü-BÜSA

Bahnübergangssicherungsanlage mit Fernüberwa-chung durch den Fahrdienstleiter.

BÜ ist vom Fahrdienstleiter fernüberwacht. BÜ-Störungen werden direkt zum Fahrdienstleiter gesen-det, welcher entsprechende Maßnahmen gemäß Re-gelwerk ergreift.

Fernverkehr

FV

Festbremsortungsanlage

FBOA

Festdatenbalise

(nicht schaltbare / unge-steuerte Balise)

Balise, die stets denselben festen Datensatz überträgt.

Flankenschutz

FL

Schutzmaßnahme für Zugfahrten (und in seltenen Fäl-len auch für Rangierfahrten), damit in Weichen bzw. Kreuzungen keine feindlichen Zug- od. Rangierfahrten bzw. unbeabsichtigt ablaufende Wagen seitlich in die Flanke einer Fahrstraße hinein oder über die Grenze ei-nes freigegebenen Nahbedienungsbezirks hinausfah-ren können.

Freigabegeschwindigkeit

Release Speed

Eine in Abhängigkeit von den jeweiligen örtlichen Ver-hältnissen festgelegte zulässige Geschwindigkeit, mit der ein ETCS-geführter Zug das Ende einer Fahrter-laubnis überfahren kann.

Freigabeverantwortlicher

FGV

Führerraumanzeige

In der Führerraumanzeige werden in geeigneter Weise Signalinformationen und ggf. weitere Informationen dar-gestellt, entweder direkt, d.h., dass die Signalinformati-onen 1:1 angezeigt werden oder auch indirekt, das be-deutet, dass sie z.B. in Form von Geschwindigkeitsvor-gaben für den Zug selbst oder für einen Punkt auf der Strecke ausgegeben werden.

Werden alle für eine ETCS-Fahrt in Vollüberwachung benötigten Informationen angezeigt, spricht man von ei-ner vollen Führerraumsignalisierung.

Hinweis: Die unter dem Begriff Führungsgrößen be-kannten Anzeigen sind Bestandteil der Führerrauman-zeige.



















Begriff (deutsch)

Begriff (englisch)

Abkürzung

Begriffsdefinition

Führungsgröße

Führungsgrößen sind: Sollgeschwindigkeit (V Soll ), Ziel-geschwindigkeit (V Ziel ) und Zielentfernung (ZE). Wird von Führungsgrößen gesprochen, so wird immer V Soll angezeigt, V Ziel und ZE werden nur bei Geschwin-digkeitsbeschränkungen angezeigt.

Führungsgrößen stellen eine Teilmenge der Führer-raumanzeigen dar.

Funkaufbaubalise

Sessionbalise

Die Funkaufbaubalise initiiert rechtzeitig vor dem Ort des Levelwechsels den Aufbau der Funkverbindung zwischen Fahrzeug und ETCS-Zentrale.

Funkaktualisierungseinheit

Radio Infill Unit

RIU

Übertragungseinheit, die Level 1 Aktualisierungsinfor-mationen einer LEU mittels GSM-R überträgt

Funkfahrbetrieb

FFB

Funk-System-Kompatibi-lität

Radio-System-Copatibility

RSC

Funktion (einer Einheit)

funktion (of an item)

festgelegte Aktion oder Tätigkeit, die mit technischen Mitteln und/oder von Menschen ausgeführt werden kann und die auf eine definierte Eingangsgröße eine de-finierte Ausgangsgröße liefert

Funktionale Anforderungsspezifikation

FAS

Die FAS stellt eine abgegrenzte Beschreibung der Funktionen im Rahmen des Bahntechnischen Proto-kolls (BTP) dar.

funktionale Sicherheit

functional safety

Teil der Gesamtsicherheit, der davon abhängig ist, dass ein System oder ein Betriebsmittel korrekte Antworten auf ihre Eingangszustände liefert

Funktionsfähigkeit (einer Einheit)

Zuverlässigkeit

reliability (of an item)

Fähigkeit, unter gegebenen Bedingungen und für ein gegebenes Zeitintervall wie gefordert ohne Ausfall zu funktionieren

Gateway GPRS Support Node

GGSN

Ein GPRS Support Node (GSN) ist im Vermittlungsnetz eines Mobilfunkanbieters ein Element, das einen we-sentlichen Teil der GPRS-Infrastruktur darstellt. Ein GSN ist entweder ein SGSN (Serving GPRS Support Node) oder ein GGSN (Gateway GPRS Support Node).

Gebietskennung

Identity number of the country or region

NID_C

Gefährdung

hazard

Zustand, der zu einem Unfall führen kann

Gefährdungsanalyse

hazard analysis

Prozess zur Identifikation der Gefährdungen und Ana-lyse ihrer Ursachen, und Herleitung von Anforderungen, um die Wahrscheinlichkeit und Konsequenzen von Ge-fährdungen auf ein akzeptiertes Niveau zu begrenzen.

Gefährdungsanalyse

GA

Gefährdungslogbuch

hazard log

Dokument, in dem erkannte Gefährdungen, getroffene Entscheidungen, verwendete Lösungen und ihr Implementierungszustand aufgezeichnet bzw. referen-ziert werden

Gefährdungsprotokoll

Hazard Log

Gp

die Unterlage, in der erkannte Gefährdungen, die damit zusammenhängenden Maßnahmen und die Ursache der Gefährdungen dokumentiert und Angaben zu der für das Gefährdungsmanagement verantwortlichen Or-ganisation gemacht werden.

Gefährdungsrate

hazard rate

HR

Rate des Auftretens einer Gefährdung

Gefahrenpunkt

GP

Punkt, ab dem bei Überfahren eine Gefährdung für ei-nen Zug auftreten kann.













Begriff (deutsch)

Begriff (englisch)

Abkürzung

Begriffsdefinition

Gefahrenraumfreimelde-anlagen

GFR

Gefahrstelle, maßgebliche

Unter einer maßgeblichen Gefahrstelle wird der 1. Ge-fahrpunkt hinter einem Hauptsignal oder einem „Ende der Fahrterlaubnis“ (EOA) verstanden.

Ein maßgeblicher Gefahrpunkt kann auch identisch sein mit dem Ende eines eingestellten Durchrutschweges.

Genauigkeits-Linking-Datenpunkt

GLI-DP

Genehmigung zum In verkehrbringen und Verwenden

GIuV

generische Anwendung

GA

Eine Klasse von Sicherheitsnachweisen. Es gibt insge-samt drei Klassen: spezifische Anwendung, generische Anwendung und generisches Produkt.

Definition generische Anwendung nach EN 50129 Ka-pitel 7.3: Generische Anwendung.

Man betrachtet das System als geeignet für eine Klasse von Anwendungen. Analysen werden innerhalb eines betrieblichen Zusammenhangs durchgeführt, der an-wendungsabhängig ist.

generische Anwendung ETCS Level 2 strecken-seitig

generic Application ETCS Level 2 Trackside

GA ETCS L2 TS

Beschreibung bzw. Name der streckenseitigen ETCS L2 Implementierung der DB AG

generisches Produkt

generic product

Produkt, das unabhängig von Anwendungen definierten Randbedingungen, Schnittstellen und Funktionalitäten (black box) erfüllt.

Hinweis: Eine Klasse von Sicherheitsnachweisen. Es gibt insgesamt drei Klassen: spezifische Anwendung, generische Anwendung und generisches Produkt.

Definition generische Anwendung nach EN 50129 Ka-pitel 7.3: Generisches Produkt.

Das System wird aus einem generischen Blickpunkt be-trachtet, verwendbar in verschiedenen Klassen von An-wendungen. Analysen werden innerhalb eines betrieb-lichen Zusammenhangs durchgeführt, der anwen-dungsunabhängig ist.

Siehe auch „generisches Produkt im Infrastrukturpro-jekt“

generisches Produkt im Infrastrukturprojekt

Das vom Hersteller entwickelte, implementierte, mon-tierte und integrierte Produkt (auch: die Komponente) für die Bereitstellung des Systems ETCS.

Geschwindigkeit

v


















Begriff (deutsch)

Begriff (englisch)

Abkürzung

Begriffsdefinition

Geschwindigkeitskon-zeption

Geko

Geschwindigkeitskonzeption, siehe Ril 457.0101

Auszug: Die Geschwindigkeitskonzeption (Geko) ist die Grundlage und Voraussetzung für die Ermittlung der Fahrzeitangebote an die Kunden und damit deren Kon-zeption für die Bestellung der Fahrplanlagen sowie im Weiteren für die Fahrplankonstruktion.

Sie steht im engen Zusammenhang mit dem zeitlichen Ablauf von Investitions- und Instandsetzungsmaßnah-men.

Die für die Geschwindigkeitskonzeption erhobenen Ge-schwindigkeiten und Begründungen werden ebenfalls für die Erstellung des Infrastrukturkatasters im Rahmen der Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung verwen-det.

Geschwindigkeitsprofil mit Regelseitenbe-schleunigung

RS-Profil

siehe "RS" und "RS-Züge"

Geschwindigkeitsprofil, dynamisches

Das Geschwindigkeits-Weg-Diagramm des Zuges, wel-ches aus dem statischen Geschwindigkeitsprofil unter Berücksichtigung der Zugeigenschaften und der Dyna-mik der Übergänge abgeleitet wird, so dass das stati-sche Geschwindigkeitsprofil an keinem Punkt über-schritten wird.

Geschwindigkeitsprüfabschnitt

GPA

Geschwindigkeitsrestriktion entsprechend Signalbegriff

V_MAIN

Geschwindigkeitsüberwacher

Geschwindigkeitsüberwachung für Neigetechnik/NeiTech-Züge

GNT

Geschwindigkeitsüber-wachung Neigetechnik

speed monitoring for tilting trains

GNT

Geschwindigkeitsüber-wachungskurve

Geschwindigkeits-Weg-Diagramm, bezogen auf den Fahrweg eines Zuges, bei dessen Überschreiten eine Sicherheits-Reaktion ausgelöst wird.

Gesetzliche Unfallversi-cherung

GUV

Gleisfreimeldeabschnitt

GFM-A

Gleisabschnitt oder Weichenabschnitt, dessen Bele-gungszustand (frei, belegt oder gestört) durch ein Gleis-freimeldesystem festgestellt werden kann.

Gleisfreimeldung

GFM

Gleismagnet

GM

Global eindeutiger Be-zeichner

Globally Unique Identifier

GUID

eindeutige Identifizierungs-nummer, z.B. für Bauteile in-nerhalb eines Produkts.

Globales Positionsbe-stimmungssystem

Global Positioning System

GPS

Globales System für mo-bile Kommunikation - Ei-senbahn

Global System for Mobile Communication – Railway

GSM-R

Mobilfunkstandard für Eisenbahnen

Grenzbalisengruppe

Mit einer Grenzbalisengruppe werden dem ETCS-Zug der Ort des Levelwechsels, die im nachfolgenden Stre-ckenabschnitt relevanten ETCS-Level und deren jewei-lige Priorität mitgeteilt.






















Begriff (deutsch)

Begriff (englisch)

Abkürzung

Begriffsdefinition

Grenzbetriebsstrecke

der Streckenabschnitt zwischen festgelegten Bahnhö-fen beiderseits einer Staatsgrenze, einschließlich dieser Bahnhöfe

Grenzsignal

Signal, an welchem ein Levelwechsel stattfinden kann/soll.

Große Metallmasse

Big Metal Masses

BMM

Eine große Metallmasse ist gemäß TSI ZZS eine Me-tallobjekt im Gleisbereich, dass potentiell in der Lage ist das Balisentransmissionsmodul negativ zu beeinflus-sen.

Große Metallmasse (An-teil BM) mit individueller Projektierung

BMI

BMI ist eine Datenpunktbezeichnung. Das ist ein Daten-punkt für Big Metal Masses (Anteil BM) mit individueller Projektierung (Anteil I)

GSM-R-ETCS-

Funkmodul

ETCS Data only Radio

EDOR

Das GSM-R-ETCS-Funkmodul (EDOR) ist für den Da-tenfunk die Kommunikationsschnittstelle des ETCS-Fahrzeuggerätes notwendig, um den Datentransport zur ETCS-Zentrale aufbauen zu können.

Siehe Definitionen der TSI ZZS Subset-037.

Güterzug

Gz

Güterzüge mit Bremsstellung in G (Zugkate-gorie)

Freight trains with brake position in G (Train category)

FG

ETCS-Zugart für einen Güterzug in Bremsstellung G

Güterzüge mit Brems-stellung in P (Zugkatego-rie)

Freight trains with brake position in P (Train category)

FP

ETCS-Zugart für einen Güterzug in Bremsstellung P

Handlungsanweisung

HA

Bei der ETCS Systementwicklung werden OE-interne Anweisungen (Direktionsrecht des OE-Leiters) als Handlungsanweisungen bezeichnet.

Hardware

HW

Hardware 3 Standard-Zugsicherungsschnittstelle

H3 SZS

Hinweis: Die „3“ dient zur Durchnummerierung. Schnittstelle zwischen der ETCS-Zentrale und dem Stellwerk unter Verwendung des SAHARA-Protokolls

Hauptbahnhof

Hbf

Hauptbalise

Balise am Standort des Hautsignals, die im ETCS-Level 1 die Fahrtinformationen überträgt.

Hauptluftbehälterleitung

HBL

Druck 10 bar, z.B.: Türen öffnen/schließen

Hauptluftleitung

HL, auch HLL

Druck 5 bar, nur für die Druckluftbremse

Hauptsignal

Hp

Hinweis: Verwendung hauptsächlich in Verbindung mit Bahnübergangsbauformen

Hauptsignal

Hsig

Hauptsignalüberwachte Bahnübergangssiche-rungsanlage

Hp-BÜ

Siehe "Hp-BÜSA"

Hauptsignalüberwachte Bahnübergangssicherungsanlage

Hp-BÜSA

Bahnübergangssicherungsanlage der Überwachungs-art hauptsignalüberwacht.

BÜ ist durch ein Hauptsignal gesichert, das erst bei ge-sichertem (geschlossenem) BÜ auf „Fahrt“ gestellt wer-den kann.

Hauptsignalüberwachte Bahnübergangssiche-rungsanlage (OE)

HpOE-BÜSA

Bahnübergangssicherungsanlage der Überwachungs-art Hauptsignalüberwacht mit optimierter Einschaltung

Heißläuferortungsanlage

HOA



















Begriff (deutsch)

Begriff (englisch)

Abkürzung

Begriffsdefinition

Hertz

Hz

SI-Einheit für Frequenz

Hochgeschwindigkeitsverkehr

HGV

Hot Standby

HS

Zustand des STM, in dem es Daten von der Strecke auf-nimmt und überwacht, aber noch keine Zugbeeinflus-sung ausführt.

Human Machine Inter-face

Benutzerschnittstelle

HMI

Identität

ID

Implementierung

implementation

Tätigkeit, um die spezifizierten Entwürfe in die Realität umzusetzen

Inbetriebnahme

IBN

individuelles Risiko

individual risk

durch z. B. ein Produkt, einen Prozess oder ein System bedingtes Risiko, dem eine Einzelperson ausgesetzt ist

Individuelles Todesfallri-siko

Individual Risk of Fatality

IRF

Induktive Zugsicherung

Indusi

Zugbeeinflussungssystem (punktförmig) der DB AG und der ÖBB (Österreich)

Informationssicherheit

(IT- / OT-)Security

IT-Sec OT-Sec

Die Informationssicherheit bei Informationstechnologien (IT) bzw. bei operativen Technologien (OT) soll die Schutzziele Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität sicherstellen. Informationssicherheit dient dem Schutz der Technologie vor Gefahren z.B. aus der Umwelt bzw. vor Bedrohungen wie z.B. Angreifern.

Hinweis: Datenschutz dient dem Schutz personenbezo-genen Informationen und kann das Schutzziels Vertrau-lichkeit betreffen, falls personenbezogenen Informatio-nen im betrachteten System vorhanden sind.

Informationssicherheits-level

Security Level

SL

Security Level gemäß Norm IEC 62443

Informationssicherheits-level – Ziel

Security Level – Target

SL-T

zu erreichender Security Level gemäß Norm IEC 6244

Informationszentrum Plan

IZ-Plan

Bestandsplan haltende Stelle der DB

Inkrementeller Abstand zum Beginn der nächs-ten Geschwindigkeitsbe-schränkung zur Gewähr-leistung des zulässigen Bremswegs

Incremental distance to the start of the next speed restriction to ensure permitted braking distance

D_PBDSR

Instandhaltbarkeit (einer Einheit)

maintainability (of an item)

Fähigkeit, unter gegebenen Anwendungs- und Instand-haltungsbedingungen in einem wie geforderten funkti-onsfähigen Zustand erhalten bzw. in ihn zurückversetzt werden zu können

Instandhaltung

maintenance

Kombination aller technischen und unternehmerischen Maßnahmen, mit denen eine Einheit in einem Zustand erhalten oder in ihn zurückversetzt werden soll, in dem sie wie gefordert funktionieren kann

Instanz (Informatik)

Eine Instanz ist ein konkretes Objekt eines modellierten Systems, z.B. abgeschlossenes Software-Modul, Hard-wareplatine.

Der Begriff hat seinen Ursprung in der objektorientierten Programmierung.















Begriff (deutsch)

Begriff (englisch)

Abkürzung

Begriffsdefinition

Integration

integration

Prozess des Zusammenfügens der Elemente eines Systems entsprechend der Architektur- und Entwurfs-spezifikation und des Prüfens der integrierten Einheit

integrierte Unterzentrale

iUZ

Integriertes Leit- und Bediensystem

iLBS

InterCity Express

ICE

Internationale Elektrotechnische Kommission

International Electronical Commission

IEC

privatrechtliches internationales Normierungsgremium für Normierungen im Bereich der Elektrotechnik und der Elektronik

Internationaler Eisenbahnverband

Union International des Chemins de fer (französisch)

UIC

Internationales Einheitensystem

Système international

d’unités (französisch)

SI

Internes Blockdiagramm

IBD

Das Interne Blockdiagramm ist ein Strukturdiagramm der Modellierungssprache SysML. Es entspricht in der UML dem Kompositionsstrukturdiagramm. Die Struktur wird durch die Darstellung von Inhalten eines Blocks (den Parts) und deren Beziehungen untereinander (Konnektoren) dargestellt. Sein Fokus liegt auf der Dar-stellung der Inhalte eines einzigen Blocks (der Parts) und deren Zusammenspiel.

Internet-Protocol

IP

Übertragungsprotokoll im Internet

Internet-Protocol 4

IPv4

IPv4 ist die Bezeichnung des Internet-Protokolls, das derzeit für IP-Adressen von Domains verwendet wird. IPv4 nutzt 32-Bit-Adressen mit bis zu 12 Zeichen in vier Blöcken, jeweils durch Punkte getrennt, bezeichnet als getrennte dezimale Notation.

Internet-Protocol 6

IPv6

IPv6 ist eine Weiterentwicklung von IPv6, bietet Verbes-serungen gegenüber IPv4, wie z.B. einen größeren Adressraum, effizienteres Routing oder eingebaute Si-cherheit auf Netzwerkschicht.

Eine IPv6-Adresse ist 128 Bit lang und besteht aus acht 16-Bit-Feldern, die durch Doppelpunkte voneinander getrennt sind. Jedes Feld enthält eine hexadezimale Zahl, im Gegensatz zur getrennten dezimalen Notation von IPv4-Adressen.

Interoperabilität

die Eignung eines Eisenbahnsystems für den sicheren und durchgehenden Zugverkehr, indem den erforderli-chen Leistungskennwerten entsprochen wird.

Interoperabilitätskomponenten

Bauteile, Bauteilgruppen, Unterbaugruppen oder kom-plette Materialbaugruppen, die in ein strukturelles Teil-system eingebaut sind oder eingebaut werden sollen und von denen die Interoperabilität des Eisenbahnsys-tems direkt oder indirekt abhängt, wobei sowohl materi-elle als auch immaterielle Produkte wie Software um-fasst sind.

Interventionskurve

First line of intervention

FLOI

SBI-Kurve, wenn die Überwachung der SBI-Kurve für die Überwachung der Geschwindigkeitsziele und Halte aktiviert wurde.

EBI, wenn SBI-Kurve nicht für die Überwachung der Ge-schwindigkeitsziele und Halte aktiviert wurde.

Die Aktivierung der SBI wird durch einen nationalen Wert festgelegt. Im Bereich der DB AG wird die SBI nicht aktiviert.





Juristische Erfassungseinheit













Begriff (deutsch)

Begriff (englisch)

Abkürzung

Begriffsdefinition

Inverkehrbringen

die erstmalige Bereitstellung

  1. einer Interoperabilitätskomponente,

  2. eines Bauprodukts,

  3. eines sicherungstechnischen oder elektrotechni-schen Systems oder seiner Bestandteile oder

  4. eines Fahrzeugs in Betriebsbereitschaft

Isolation

IS

ETCS-Betriebsart: ETCS-Fahrzeugeinrichtung abge-schaltet

Ist-Geschwindigkeit

V Ist

Tatsächliche gefahrene Geschwindigkeit des Zuges

Juristische Erfassungseinheit

Juridical Recording Unit

JRU

Einheit zur Aufzeichnung juristisch relevanter Daten Beispiel: Registriergerät, Fahrtenschreiber, DSK

Kabelverteiler

KV

Kalt - Bewegungsmelder

Cold Movement Detector

CMD

Ist ein Bewegungsmelder, der erkennt, ob das Fahr-zeug kalt geschleppt wurde.

Kaltbereitschaft

Cold Standby

CS

Zustand des STM, in dem es weder Daten von der Stre-cke aufnimmt noch die Zugbeeinflussung ausführt

keine Energie

No Power

NP

ETCS-Betriebsart: ETCS-Fahrzeugeinrichtung ausge-schaltet

Klass A System

Class A system

Das vereinheitlichte Zugbeeinflussungssystem: ERTMS/ETCS

Klasse 1 Spezifikation

Class 1 specification

Die Klasse 1 Spezifikation definiert Schnittstellen und Komponenten des Systems ETCS in einer Weise, dass das System bei den am ETCS-Projekt beteiligten euro-päischen Eisenbahnen sowohl Interoperabilität gewähr-leistet als auch als funktionsfähig im praktischen Einsatz bei diesen Bahnen angesehen werden kann. Die einzu-haltenden Bedingungen sind in der TSI ZZS spezifiziert.

Hinweis: Der Prozess „Erreichen der Interoperabilität“ ist zurzeit noch nicht abgeschlossen. Die Feststellung der Interoperabilität erfolgt laut TSI ZZS durch ein un-abhängiges Gremium.

Klasse B System

Class B system

Alte, nationale Zugbeeinflussungssysteme, z.B. PZB, LZB

kollektives Risiko

collective risk

Durch z. B. ein Produkt, einen Prozess oder ein System bedingtes Risiko, dem eine Grundgesamtheit oder eine Gruppe von Menschen ausgesetzt ist.

Kombinationssignal

Ks

kommerzielles Standardprodukt

commercial off-the-shelf product

COTS

Durch Markterfordernisse bestimmtes Produkt, das kommerziell erhältlich ist und dessen Einsatztauglich-keit von einem breiten Spektrum kommerzieller Anwen-der als akzeptabel angesehen wird.

Kommunikation Bus-System

KBS

Konfigurationsmanagement

configuration management

Verfahren zur Identifizierung und Dokumentation der Ei-genschaften von Strukturen, Systemen und Komponen-teneiner Anlage (einschließlich Computersystemen und Software) und der Sicherstellung, dass jede Änderung dieser Eigenschaften mit der gebotenen Sorgfalt entwi-ckelt, beurteilt, genehmigt, ausgeführt, implementiert, verifiziert, aufgezeichnet und in die Anlagendokumenta-tion aufgenommen wird.

Konformitätsbewertung

Das Verfahren zur Bewertung, ob bestimmte Anforde-rungen an ein Produkt, ein Verfahren, eine Dienstleis-tung, ein Teilsystem, eine Person oder eine Stelle erfüllt sind.























Begriff (deutsch)

Begriff (englisch)

Abkürzung

Begriffsdefinition

Konformitätsbewertungs-stelle

Eine Stelle, die als zuständige Stelle für Konformitäts-bewertungstätigkeiten einschließlich Kalibrierung, Prü-fung, Zertifizierung und Inspektion anerkannt worden ist; eine solche Stelle gilt nach der Benennung durch die Anerkennungsstelle als benannte Stelle oder nach der Bestimmung durch die Anerkennungsstelle als be-stimmte Stelle.

Konsequenzanalyse

consequence analysis

Analyse von Ereignissen, die wahrscheinlich passieren werden, nachdem eine Gefährdung aufgetreten ist.

Konzernrichtlinie

KoRil

Korrektive Instandhaltung,

Instandsetzung

corrective maintenance

Instandhaltung, ausgeführt nach einer Fehlzustandser-kennung, mit der Absicht der Wiederherstellung

Kryptographischer Transportschlüssel zwischen den KMC

K-KMC

Kuppelfahrstraße

Stellwerkseitige Fahrstraße, die ausschließlich dem Vereinen von Zügen dient.

Kuppel-MA

Fahrterlaubnis in OS zum Vereinen (Stärken) von Zü-gen.

Lademaßüberschreitung

LANCOP

Der LANCOP ist allgemein ein Koppelrechner, der die IP- oder LAN-fähigkeit des Stellwerks oder der LZB-Zentrale herstellt, so dass Stellwerk und Zugbeeinflus-sungssystem miteinander kommunizieren können.

Langsamfahrstelle

speed restriction

La

Zusammenstellung der vorübergehenden Langsam-fahrstellen und anderen Besonderheiten.

Langsamfahrstelle, vorübergehende

Lfst

Langsamfahrstellen sind Gleisabschnitte mit einer stän-digen oder vorübergehenden Absenkung der zulässi-gen Geschwindigkeit.

Langsamfahrstellen-Datenpunkt

LF-DP

Langsamfahrstellen-Genauigkeits-Datenpunkt

LG-DP

Langsamfahrstellen-Rücknahme-Datenpunkt

LR-DP

laufende Aufnahme in (FS oder OS)

Entering in (FS oder OS)

Anzeige für den Tf, der laufenden Aufnahme in die ETCS-Betriebsart FS oder OS.

Lastenheft

LH

Lastenheft Doppelausrüstung

LH DA

Anforderungsspezifikation für die Doppelausrüstung bei ETCS Strecken.

Lebenszyklus

lifecycle

Abfolge identifizierbarer Stufen, die eine Einheit durch-läuft von ihrer Konzeption bis zur Entsorgung.

Lebenszykluskosten

lifecycle cost (ing)

LCC

Leit- und Bediensystem

LBS

Leit- und Sicherungstechnik (LST)

LST

Leiterschleife

Siehe „Euroloop“












Begriff (deutsch)

Begriff (englisch)

Abkürzung

Begriffsdefinition

Leitkurve

guidance curve

GUI

Die GUI-Kurve entspricht einer (fahrzeugspezifischen) Betriebsbremsung, die deutlich schwächer ist als die SBI, z.B. bei Reisezügen mit ca. 0,5 m/s² Verzögerung. ETCS errechnet die GUI-Kurve und zeigt diese auf dem Display an, kommandiert aber selbst keinen Bremsein-griff. Dies bleibt dem Triebfahrzeugführer oder einer au-tomatischen Fahr- und Bremssteuerung überlassen (die GUI wird hier nicht weiter behandelt, weil die Sicher-heitskriterien nur mit SBI/EBI behandelt werden).

Leitungsschutzschalter

LSS

Letzte relevante Balisen-gruppe

Last Relevant Balise Group

LRBG

Balisengruppe, auf die sich die Entfernungsangaben in einem Datentelegramm/Fahrterlaubnis beziehen.

Leuchtmelder

LM

Begriff aus der PZB für eine optische Meldeeinrichtung im Fahrzeug wie z.B. der „PZB EIN“-Leuchtmelder, wel-cher aufleuchtet, sobald fahrzeugseitig das PZB-System betriebsbereit ist.

Leuchtmelder Übertragung

LM Ü

Ist ein signaltechnisch sicherer Leuchtmelder außerhalb des MFD, der anzeigt, dass sich das Fahrzeug in der LZB-Führung befindet.

Level 0

(bzw. ETCS-Level 0)

L0

(ETCS-) Level 0 ermöglicht das Fahren von mit ETCS ausgerüsteten Fahrzeugen auf Strecken ohne ETCS-Ausrüstung, die mit keinem oder einem auf dem Fahr-zeug nicht verfügbaren nationalen System ausgerüstet sind. Außerdem kann ETCS-Level 0 bei Störungen der streckenseitigen Einrichtungen genutzt werden. Das ETCS-Fahrzeuggerät führt in diesem Level nur eine Überwachung einer vorgegebenen, maximal zulässigen Geschwindigkeit durch. Betrieblich ist die Anwendung von ETCS-Level 0 bei der DB AG nicht vorgesehen. Le-diglich in besonderen und speziell festgelegten Rück-fallsituationen kann hiervon abgewichen werden.

Level 1

(bzw. ETCS-Level 1)

L1

ETCS-Level 1 basiert auf einer punktförmigen Informa-tionsübertragung mittels schaltbarer und nicht schaltba-rer Balisen.

Level 1 Begrenzte Be-aufsichtigung

Level 1 Limited Supervision

L1 LS

Siehe „Level 1”, „Limited Supervision” und „ETCS Signalgeführt"

Level 2

(bzw. ETCS-Level 2)

L2

Bei ETCS-Level 2 werden die für die Überwachung der Zugfahrt innerhalb des ETCS-Blockabschnittes notwen-digen Informationen, u. a. die Fahrterlaubnis, von der ETCS-Zentrale aus den Stellwerksinformationen und den projektierten Daten generiert und per Funk (EURORADIO, GSM-R) an den Zug übertragen.

Über eine Führerraumsignalisierung werden dem Trieb-fahrzeugführer Sollgeschwindigkeit, Zielgeschwindig-keit und Zielentfernung, sowie weitere zum sicheren Führen des Zuges relevante Informationen, angezeigt. Somit erfolgt auch bei ETCS-Level 2 eine kontinuierli-che Überwachung.

Level 2 mit Signalen

L2mS

ETCS-Level 2 Streckenausrüstung mit Lichtsignalen

Level 2 ohne Signale

L2oS

ETCS-Level 2 Streckenausrüstung ohne Lichtsignale












Begriff (deutsch)

Begriff (englisch)

Abkürzung

Begriffsdefinition

Level 3

(bzw. ETCS-Level 3)

L3

Bei ETCS Level 3 übernimmt ETCS zusätzlich zu den Level 2 Funktionen die Freimeldung von Gleisabschnitten. Dazu müssen Zuglänge und Zugvollständigkeit als ausreichend sicher gelten. Dies ist durch die Konstruktion des Zuges oder durch Überwachungseinrichtungen sicherzustellen. Damit kann auf das streckenseitige ortsfeste System zur Gleisfreimeldung verzichtet werden. Auch kann dann auf feste Blockabschnitte verzichtet werden und der mobile Block (bzw. das Fahren im Bremswegabstand) wird möglich, da der Zug den Fahrweg hinter sich per Funk frei melden kann.

Hinweis: Die Funktionalitäten von ETCS-Level 3 sind mit der TSI ZZS 2023 in ETCS-Level 2 integriert worden und ETCS-Level 3 ist nicht mehr Bestandteil der ETCS-Spezifikation.

Level Nationale Zugbeeinflussung

(bzw. ETCS-Level NTC)

Level National Train Control (bzw. ETCS-Level NTC)

LNTC

Im Level NTC erfolgt die Sicherung der Zugfahrt durch ein nationales Zugbeeinflussungssystem. ETCS hat da-bei die Rolle des übergeordneten Systems, d. h. das na-tionale Zugbeeinflussungssystem wird von ETCS akti-viert und deaktiviert.

Hinweis: Gilt ab Baseline 3, bei Baseline 2 synonym Le-vel STM

Level Spezifisches Über-tragungsmodul

(bzw. ETCS Level STM)

Level Specific Transmission Module (bzw. ETCS Level STM)

LSTM

Beschreibung siehe Level NTC (bis auf NTC ist die Be-schreibung identisch zu STM).

Hinweis: Gilt für Baseline 2, ab Baseline 3 wird für die-

sen Level „NTC“ verwendet.

Levelgrenze

Grenze zwischen ETCS-Bereichen mit verschiedenen Leveln

Levelwechsel

LW

Lichtsperrsignal

Ls

Ausführung eines Sperrsignals als Lichtsignal.

Lichtwellenleiter

LWL

Überbegriff für lichtleitende Verbindungen

Linienförmige Zugbeein-flussung

LZB

Zugbeeinflussungssystem der DB AG, der ÖBB (Öster-reich) und der RENFE (Spanien).

Die linienförmige Zugbeeinflussung (LZB) ist ein Zugsi-cherungs- und Zugsteuerungssystem. Sie sichert die Zugfahrten durch kontinuierliche Überwachung der Ge-schwindigkeit und steuert die Zugfahrten mit Hilfe der Führerraumanzeigen für den Triebfahrzeugführer oder direkt in Verbindung mit der automatischen Fahr- und Bremssteuerung.

Vorrangige Anwendungen der LZB sind:

  • Hochgeschwindigkeitsverkehr auf Strecken, auf denen Geschwindigkeiten über 160 km/h zugelassen sind. (Neubau- und Ausbaustrecken).

  • Leistungssteigerung auf Strecken mit Geschwindigkei-

ten sowohl unter 160 km/h als auch über 160 km/h.

(Computergestütztes Ei-senbahnwesen - ) Erhö-hung der Leistungsfähig-keit im Kernnetz der Ei-senbahn

Computer Integrated Railroading -

CIR-ELKE

Bauform der LZB

Loop

siehe "Euroloop"

Loop - Übertragungsmo-dulmodul

Looptransmissionsmodul

LTM

Empfangsmodul für Looptelegramme

















Begriff (deutsch)

Begriff (englisch)

Abkürzung

Begriffsdefinition

LS-Modeprofil

Das LS-Modeprofil wird von der ETCS-Streckeneinrichtung (Balise, ETCS-Zentrale) in einem Datenpaket an das ETCS-Fahrzeuggerät vorgegeben und bestimmt die ETCS-Betriebsart. Das ETCS-Fahrzeuggerät wechselt am kommandierten Ort sofort in die Betriebsart LS.

Maschinentechnisches Display

MTD

Maximal zulässige Geschwindigkeit des Zuges

VMZ

Hinweis: Nur unter LZB-Überwachung oder ETCS-Überwachung

Maximale Übertragungseinheit

Maximum Transmission Unit

MTU

Maximale Paket- bzw. Frame-Größe, die über ein Frame- bzw. paketbasiertes Netzwerk versendet wer-den kann.

Medien-Gateway

Media Gateway

MGW

Signalisierungs- und Transportkontrollpunkt im GSM-R-Netz.

Mensch Maschinen Schnittstelle

Man Machine Interface

MMI

Gesamte Bedienoberfläche im Führerraum (analoge Anzeigegeräte, Displays, Tastatur usw.).

Message-Digest Algorithm 4

MD4

kryptographische Hashfunktion

Metadatum / Metadaten

Metadaten sind strukturierte Daten, die andere Daten beschreiben. Metadaten werden zur Steuerung der Do-kumentendaten im SharePoint genutzt.

Mittlere Zeit zwischen Ausfällen

Mean Time Between Failures

MTBF

Mittlere Betriebsdauer zwischen Ausfällen. Unter „Be-triebsdauer“ versteht man die Betriebszeit zwischen zwei aufeinanderfolgenden Ausfällen einer instandsetz-baren Einheit.

Mobile Vermittlungsstelle

Mobile Switching Center

MSC

Vermittlungsstelle in Mobilfunknetzen

Mobile Vermittlungsstelle

- Server

Mobile Switching Center

– Server

MSC-S

Mode, technischer

Interner Zustand des ETCS-Fahrzeuggerätes. Einem technischen Mode sind aktivierte Funktionen zugeord-net, die ein bestimmtes Maß der Übernahme von Siche-rungsverantwortung erlauben. (Spezielle technische Modi sind lediglich an die Inbetriebnahme des Fahr-zeugs)

Modulares Führerraum-anzeigegerät

MFA

Modulares Führerraum-display / Multifunktions-display

MFD

Multifunction Vehicle Bus

MVB

Fahrzeugbussystem

Nachbar ETCS-Zentrale

Neighbour Radio Block Centre

NRBC















Begriff (deutsch)

Begriff (englisch)

Abkürzung

Begriffsdefinition

Nahstellbereich

Teil eines Stellwerksbereichs, der bei eingeschaltetem Nahstellbetrieb über Bedieneinrichtungen vor Ort be-dient werden kann. Ist der Nahstellbetrieb ausgeschal-tet erfolgt die Bedienung vom Stellwerk aus.

Aus Sicht der ETCS-Zentrale gibt es 3 Kategorien von Nahstellbereichen:

Kategorie A: Nahstellbereiche, deren Aktivierung oder Deaktivierung über die Schnittstelle SCI-RBC gemeldet wird.

Kategorie B: Nahstellbereiche, deren Aktivierung oder Deaktivierung aus der Kombination der Stellung be-stimmter Weichen und der Anzeige von Kennlicht oder Rangierkennlicht bestimmter Signale eindeutig ge-schlossen werden kann.

Kategorie C: Nahstellbereiche, deren Aktivierung oder Deaktivierung der ETCS-Zentrale nicht bekannt ist. Für jeden Nahstellbereich müssen der ETCS-Zentrale die genauen Grenzen bekannt sein.

Hinweis: Grenzen können sein: Weichen, Hauptsignale, Lichtsperrsignale oder Wartezeichen.

National Train Control

Nationale Zugbeeinflussung

NTC

Im Bereich der DB AG sind das die Zugbeeinflussungs-systeme PZB und LZB.

Nationale (Zulassungs-) Behörde

National Authority

NA

Nationale Sicherheitsbe-hörde

National Safety Authorithy

NSA

Nationale technische Re-gel

National Technical Rule

NTR

Diese wird benötigt, wenn in der aktuellen ETCS-Spezifikation zu einer konkreten betrieblichen Situation keine technische Funktion zur Beherrschung derselben enthalten ist.

Nationale Werte

National Values

NV

Wert, der an einen Zug bei Einfahrt in die Infrastruktur eines Infrastrukturbetreibers übertragen wird und des-sen Regeln und Vorschriften widerspiegelt.

Nationalsystem

National System

SN

In dieser Betriebsart befindet sich das Fahrzeug unter der Überwachung eines nationalen Zugbeeinflussungs-systems. Dieses übergibt die von ihm von der Strecken-seite empfangenen Führungsgrößen an das ETCS-Fahrzeuggerät weiter, welches den Zugriff auf das Bremssystem hat.

Nebensignal

Ne

Neigetechnikzüge (Zugkategorie)

Tilting trains (Train category)

TILT

ETCS-Zugart für einen Reisezug mit aktiver Neigetech-nik

Neubaustrecke

NBS

Neue Typzulassung

NTZ

Neupositionierungsbalise

Balise, die dem ETCS-Zug Informationen zur Korrektur der Fahrterlaubnis mitteilt und so den ETCS-Zug in die Lage versetzt, auch nach Fahrt über Weichen mit unbe-kannter Weichenlage eine Bremskurve auf das nächste Hauptsignal zu errechnen.

nicht führend

Non Leading

NL

ETCS-Betriebsart: Nicht führend

Niedrigste überwachte Geschwindigkeit inner-halb der Fahrerlaubnis

Lowest Supervised Speed within the Movement Authority

LSSMA

Ist die niedrigste überwachte Geschwindigkeit in der ETCS-Betriebsart LS.

























Begriff (deutsch)

Begriff (englisch)

Abkürzung

Begriffsdefinition

Nomineller Ausfahrpunkt

Ende des Verantwortungsbereichs von ETCS

Notbremsüberbrückung

NBÜ

notifizierte technische Vorschriften

Die notifizierten nationalen technischen Vorschriften nach Artikel 14 der Richtlinie (EU) 2016/797.

Odometrie

Wegmesseinrichtung des Fahrzeugs

Offene Kommunikations-plattform

Open Platform Communications

OPC

Standard zur herstellerunabhängigen Kommunikation

Online-Schlüsselma-nagement

Online Key Management

OKM

OPC Einheitliche Archi-tektur

OPC Unified Architecture

OPC UA

Spezifikation für den Datenaustausch (z.B. für Diagno-sedaten)

Organisationseinheit

OE

Ort des Levelwechsels

OdLW

Packet vermittelt

Packet switched

PS

Passagierzüge

Passenger trains (Train category)

PASS

ETCS-Zugart für einen Reisezug in Bremsstellung P

passives Rangieren

Passive Shunting

PS

ETCS-Betriebsart (ab Baseline 3): Rangieren beibehal-ten

Personal Zuständiger Modus Geschwindig-keitsbegrenzung

Staff Responsible mode speed limit

V_NVSTFF

Pflichtenheft

PH

Planungsteil 1

PT1

Bestandteil der Planunterlagen Planteil 1

Post Trip

Post Trip

PT

ETCS-Betriebsart: ETCS-Zwangsbremsung aufgeho-ben

Prioritätsliste

Fahrzeugseitig gespeicherte Liste der streckenseitig verfügbaren ETCS-Level.

Probefahrten

Fahrten zur praktischen Erprobung noch nicht geneh-migter technischer oder betrieblicher Parameter struktureller Teilsysteme oder Fahrten zur Erprobung der sicheren Integration der strukturellen Teilsysteme untereinander; die Erprobung ist nur vo-rübergehend und schließt einen bestimmungsgemäßen Betrieb, insbesondere die Beförderung von Personen und Gütern aus.

Produkt (im Bahnwesen)

product (in Railway)

Menge von Elementen, die so miteinander zu einem System, Teilsystem oder einer Einrichtung verbunden sind, dass die spezifizierten Anforderungen erfüllt werden.

Profil der Betriebsaufgabe

mission profile

Umriss des erwarteten Bereiches und der Veränderun-gen der Betriebsaufgaben mit Rücksicht auf Parameter wie z. B. Zeit, Belastung, Geschwindigkeit, Weg, Halte-stellen, Tunnel usw. in den Betriebsphasen des Lebens-zyklus.

Projekt

Organisatorische Einheit zur Planung und Umsetzung der Bauzustände.

Projekt Designintegrierter Bedienplatz

DiB

Projektleitung

PL

Projektmanagement

project management

verwaltungsmäßige und/oder technische Leitung eines Projekts, einschließlich der RAMS-Aspekte





















Begriff (deutsch)

Begriff (englisch)

Abkürzung

Begriffsdefinition

Projektmanager

project manager

Entität, die das Projektmanagement ausführt

Projektsteuerung

PS

Prüfen

testing

Ermittlung eines oder mehrerer Merkmale an einem Ge-genstand der Konformitätsbewertung nach einem Verfahren.

Prüflauf

Aus Sicherheitsgründen muss das ETCS-Fahrzeuggerät mindestens alle 24 Stunden einem spe-ziellen, durch den Triebfahrzeugführer initiierten Test, dem sog. Prüflauf, unterzogen werden.

Prüfplan

PPL

Prüfsachverständiger

eine unabhängige, fachkundige natürliche Person nach

§ 4b des Allgemeinen Eisenbahngesetzes, die die Ein-haltung der technischen Vorschriften bescheinigt.

Prüfsachverständiger

PSV

Public-Key-Infrastruktur

Public Key Infrastructure

PKI

Punktförmige Zugbeein-flussung

PZB

Die punktförmige Zugbeeinflussung (PZB) ist der Sam-melbegriff für alle eingesetzten induktiven punktförmi-gen Zugbeeinflussungssysteme der Dreifrequenzbau-art (500 Hz, 1000 Hz und 2000 Hz). Die PZB kann nur an diskreten Punkten Informationen vom Fahrweg zum Fahrzeug übertragen. Die PZB ist eine Ergänzung zum ortsfesten Signalsystem und soll überwachen, dass der Triebfahrzeugführer die Signalinformationen richtig um-setzt.

Qualitätsbeauftragter

QB

Qualitätsmanagementplan

QMPlan

Qualitätssicherung

QS

Quittieren

(alt: Bestätigung)

Acknowledgement

Ack

Handlung zur Bestätigung des Triebfahrzeugführers auf eine Anfrage von ETCS, dass er die zu berücksichti-gende Information erhalten hat.

Quittierung

Mit einer Quittierung bestätigt der Tf, dass er bestimmte Anzeigen (z.B. Leuchtmelder) zur Kenntnis genommen hat und fallbezogen entsprechende zusätzliche Rege-lungen beachtet.

Quittierungsfenster

Führerraumanzeige, welche dem Tf entlang eines be-stimmten Bereiches einer Strecke mitteilt, dass für ein bevorstehendes Ereignis eine Quittierung von ihm ver-langt wird, z.B. für einen Levelwechsel.

Rahmenlastenheft

RLH

RAM Plan

RAM plan

Dokumentierte Aufstellung von zeitlich festgelegten Ak-tivitäten, Ressourcen und Ereignissen, die zur Implementierung der Organisationsstruktur, von Verant-wortlichkeiten, Verfahren, Aktivitäten, Fähigkeiten und Ressourcen dienen, die gemeinsam sicherstellen, dass eine Einheit gegebene, für einen bestimmten Vertrag oder ein bestimmtes Projekt maßgebliche RAM-Anforderungen erfüllt.

RAMS Managementpro-zess

RAMS management process

Aktivitäten und Verfahren, die befolgt werden, um die Identifizierung und Einhaltung der für ein Produkt oder eine Operation geltenden RAMS-Anforderungen zu er-möglichen.

Rangieren

Shunting

SH

ETCS-Betriebsart: Rangieren

Rangiersignal

Ra
























Begriff (deutsch)

Begriff (englisch)

Abkürzung

Begriffsdefinition

Reaktionszeit in der Eisenbahntechnik

negation time

Zeitintervall, das mit dem Entdecken eines Fehlzu-stands beginnt und mit der Einnahme eines sicheren Zustandes endet.

Regelseitenbeschleuni-gung

RS

siehe "RS-Profil" und "RS-Züge"

Regionalbereich

RB

Reisendenüberweg

Reisezug

Rz

Reparatur

repair

Direkte Maßnahme mit dem Ziel der Wiederherstellung

Restriktivstes Geschwin-digkeitsprofil

Most restrictive speed profile

MRSP

Aus (zugspezifischer) Streckengeschwindigkeit, Zug-höchstgeschwindigkeit und fahrwegspezifischen Ge-schwindigkeiten ermittelter örtlich zulässiger Geschwin-digkeitsverlauf in einem Streckenabschnitt.

Restrisiko

residual risk

Risiko, das nach der Anwendung von Schutzmaßnah-men verbleibt

Richtlinie

Ril

Beispiel: Richtlinie 408 „Züge fahren und Rangieren“

Risiko (für Bahn RAMS)

risk (for railway RAMS)

Kombination aus erwarteter Häufigkeit eines Schadens und erwartetem Schweregrad dieses Schadens

Risikoakzeptanzkriterium

RAK

Größtmöglicher erlaubter Risikowert

Risikoanalyse

risk analysis

Systematische Auswertung verfügbarer Informationen, um Gefährdungen zu identifizieren und das Risiko einzuschätzen

Risikoanalyse

RA

risikobasierter Ansatz

risk based approach

Prozess zur Sicherstellung der Sicherheit von Produk-ten, Prozessen und Systemen durch Betrachtung der Gefährdungen und der sich daraus ergebenden Risiken

Risikobeurteilung

risk assessment

Gesamtheit des Verfahrens, das Risikoanalyse und Ri-sikobewertung umfasst

Risikobewertung

risk evaluation

Auf der Risikoanalyse basierendes Verfahren, nach dem festgestellt wird, ob das vertretbare Risiko erreicht wurde.

Risikomanagement

risk management

Systematische Anwendung von Managementstrate-gien, Verfahren und Praktiken auf die Aufgaben der Analyse, Bewertung, Beherrschung und Überwachung von Risiken.

Risikomanagementver-fahren

RMV

Schienengüterverkehr

SGV

Schienennetz-Benutzungsbedingungen

SNB

Schienenpersonenfernverkehr

SPFV

Schienenpersonennahverkehr

SPNV

Schlüsselmanagementsysem

Key Management System

KMS

System zur Erstellung, Verwaltung und Verteilung von kryptographischen Schlüsseln an die Teilnehmer einer gesicherten Datenübertragung.

















Begriff (deutsch)

Begriff (englisch)

Abkürzung

Begriffsdefinition

Schlüsselmanagement-zentrale

Key Management Center

KMC

Zentrale für die Erstellung, Verwaltung und Verteilung von kryptographischen Schlüsseln.

Ein KMC ist für eine Gruppe von Teilnehmern zuständig (z.B. einem EVU) und versorgt diese mit den notwendi-gen kryptographischen Schlüsseln. Ein KMC kann auch Schlüssel mit einem anderen KMC austauschen und so-mit die Kommunikation seiner Teilnehmer mit dessen Teilnehmern ermöglichen.

Schlüssel-Verwaltungs-Zentrale

Key Distribution Center

KDC

Ein Key Distribution Center (auch Trust Center genannt oder, im Kerberos-System, Kerberos-Server) gibt für angemeldete Nutzer in einem Netzwerk auf Anforde-rung eine Ausweis-Datei (TGT) mit begrenzter zeitlicher Gültigkeit heraus, die der Nutzer als Ausweis zum Schutz für seinen Datenverkehr benutzen kann.

Schnellbrems-Ablaufkurve

Emergency brake deceleration curve

EBD

Bremskurve, die vom Fahrzeug nicht überschritten wird, wenn die Schnellbremsung spätestens an der EBI-Kurve eingeleitet wurde.

Schnellbrems-Einsatzkurve

Emergency brake intervention curve

EBI

Berechnete Bremskurve auf einen Ort, an dem ein Ge-schwindigkeitsziel oder ein Halt vorgegeben ist. An der EBI muss vom ETCS-Fahrzeuggerät eine Schnellbrem-sung eingeleitet werden, wenn das Geschwindigkeits-ziel eingehalten oder der Halteort nicht überschritten werden soll.

Schnellbremsung

SB

Vollständige Entleerung der Hauptluftleitung (HL)

Schutzsignal

Sh

Sektorleitlinie

SekLL, SLL

Sequenzdiagramm

SD

Das Sequenzdiagramm ist ein Verhaltensdiagramm der Modellierungssprachen UML und SysML. Verhalten wird durch die Versendung von Nachrichten zwischen verschiedenen Objekten (den Lebenslinien) und durch Operationsaufrufe in den Objekten dargestellt. Es eig-net sich besonders für die Darstellung der Interaktion zwischen mehreren Objekten.

sichere Integration

Die Maßnahme zur Sicherstellung, dass die Eingliede-rung eines Elements, wie beispielsweise ein neuer Fahrzeugtyp, ein Netzprojekt, ein Teilsystem, ein Bau-teil, ein Verfahren, eine Komponente, eine Software oder eine Organisation, in ein bestehendes System keine inakzeptablen Risiken für das Gesamtsystem zur Folge hat.

sichere Schienenverkehrsanwendung

Rail Safe Transport Application

RaSTA

Sicheres Transportprotokoll für generische Applikati-onsdaten gemäß DIN EN 50159. Die RaSTA stellt den nutzenden Applikationen sichere Kommunikations-dienstleistungen zur Verfügung. Das RaSTA-Protokoll basiert dabei auf dem SAHARA-Protokoll.

sichere Sockelschicht

Secure Socket Layer

SSL

Siehe: TLS (Transport Layer Security)

Sichere Zugspitze

Zugposition der Wegmesseinheit, korrigiert um den Ab-stand zwischen Wegmesseinheit und Zugspitze plus maximal zulässiger Wegmessungenauigkeit in Fahrt-richtung.

sicherer Hash-Algorith-mus

sicherer Hash-Algorithmus

SHA

Gruppe standardisierter kryptografischer Hashfunktio-nen

sicherer Hash-Algorith-mus 2

sicherer Hash-Algorithmus 2

SHA-2

Weiterentwickelte Varianten des SHA, mit 256 bzw. 512 Bit Hash Länge

sicherer Hash-Algorith-mus 3

sicherer Hash-Algorithmus 3

SHA-3

Weiterentwickelte Variante 3 des SHA

sicherer Zustand

safe state

Zustand, der die Sicherheit weiterhin bewahrt


















Begriff (deutsch)

Begriff (englisch)

Abkürzung

Begriffsdefinition

Sicheres Zugende

Zugposition der Wegmesseinheit, korrigiert um den Ab-stand zwischen Wegmesseinheit und Zugschluss plus maximal zulässiger Wegmessungenauigkeit entgegen der Fahrtrichtung.

Sicheres, hochverfügba-res und redundantes Protokoll

Safe, highly available and redundant – Protokoll

SAHARA-

Protokoll

Datenübertragungsprotokoll zwischen Stellwerk und ETCS-Zentrale

Sicherheit

safety

Freiheit von inakzeptablem Risiko ausgehend vom Sys-tem selbst.

Als Abgrenzung hierzu siehe auch „Informationssicher-heit“.

Sicherheitsbarriere

safety barrier

Jedes physische oder nicht-physische Hilfsmittel, das die Häufigkeit einer Gefährdung und/oder eines wahr-scheinlichen, aus der Gefährdung resultierenden Un-falls verringert und/oder den Schweregrad von wahr-scheinlichen, aus der Gefährdung resultierenden Unfäl-len abschwächt.

Sicherheitsbehörde

safety authority

Stelle, die verantwortlich für das Erteilen der Zulassung zum Betrieb eines sicherheitsrelevanten Systems ist.

Sicherheitsbezogene An-wendungsbedingung

Safety Related Application Condition

SRAC

Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit ein System sicher integriert und sicher betrieben werden kann. Auch als „SAC“ oder „SAB“ abgekürzt.

Sicherheitsbezogene Entwickler- und Anwen-derregel

SEAR

Sicherheitserprobung

SE

Sicherheitsfahrschaltung

Sifa

Sicherheitsfunktion

safety function

Funktion, deren alleiniger Zweck die Sicherstellung der Sicherheit ist.

Sicherheitsgerichtete Ausfallreaktion

negation

Herbeiführen eines sicheren Zustandes, nachdem ein gefährlicher Ausfall erkannt wurde.

Sicherheitsintegrität

safety integrity

Fähigkeit eines sicherheitsrelevanten Systems, seine geforderten Sicherheitsfunktionen unter allen festgelegten Bedingungen innerhalb einer festgelegten betrieblichen Umgebung und innerhalb einer festgelegten Dauer zu erbringen.

Sicherheits-Integritätsle-vel

safety integrity level

SIL

Eine aus einer Anzahl von definierten diskreten Stufen zur Festlegung der Anforderungen an die Sicherheitsin-tegrität von sicherheitsbezogenen Funktionen, die den sicherheitsbezogenen Systemen zugeordnet wird.

Sicherheitsmanagement

safety management

Managementstruktur, die sicherstellt, dass der Sicher-heitsprozess richtig implementiert wird.

Sicherheitsmanagement-prozess

safety management process

Teil des RAMS-Managementprozesses, der sich spezi-ell mit Sicherheitsaspekten befasst.

Sicherheitsmanagement-system

safety management system

SMS

Sicherheitsnachweis

safety case

Dokumentierter Nachweis, dass ein Produkt (z. B. ein System, ein Teilsystem oder eine Einrichtung) die spezifizierten Sicherheitsanforderungen erfüllt.














Begriff (deutsch)

Begriff (englisch)

Abkürzung

Begriffsdefinition

Sicherheitsplan

safety plan

Dokumentierte Aufstellung von zeitlich festgelegten Ak-tivitäten, Hilfsmitteln und Ereignissen, der Einführung einer Organisationsstruktur, von Verantwortlichkeiten, Verfahren, Aktivitäten, Fähigkeiten und Hilfsmitteln dienen und damit sicherstellen, dass eine Einheit vor-gegebene Sicherheitsanforderungen für einen bestimmten Vertrag oder ein bestimmtes Projekt erfüllt.

sicherheitsrelevant

safety related

sicherungstechnische Systeme

Systeme in der Signaltechnik und der Telekommunika-tionstechnik, die zur Sicherheit im Eisenbahnsystem beitragen.

Siehe ÜS OE -BÜSA

ÜS OE -BÜ

Signal

Sig

Signalisierter Halteort

Halteort am Ende einer Fahrtfreigabe

Simple Network Management Protocol

SNMP

Protokoll der Ausgabeschnittstelle der ETCS-Zentrale (RBC)

Sleeping

SL

ETCS-Betriebsart: ETCS-Fahrzeug ferngesteuert

Software

software

SW

Geistige Schöpfung, die die Programme, Verfahren, Regeln, Daten und die gesamte dazugehörige Doku-mentation umfasst, die zum Betrieb eines Systems ge-hören.

Soll-Geschwindigkeit

V Soll

Max. erlaubte Geschwindigkeit des Zuges an einem be-stimmten Ort, wird abgeleitet aus dem restriktivsten Wert von:

  • VMZ

  • VzG

  • Langsamfahrstellen

  • besonderen Betriebsszenarien (z.B. ETCS-Betriebsart OS).

Hinweis: Nur bei anzeigegeführten Zügen

Sperrsignal

Ein Sperrsignal zeigt an, ob ein nachfolgender Gleisab-schnitt befahren werden darf. Es gilt für Zug und Ran-gierfahrten.

Entsprechend BTSF3 können das sein:

  • Sperrsignale als Start und/oder Ziel einer Zugstraße

    oder

  • sonstige Sperrsignale

Spezifikation der funktio-nalen Anforderungen

Functional Requirements Specification

FRS

Beschreibung der funktionalen Anforderungen

spezifische Anwendung

Eine Klasse von Sicherheitsnachweisen.

Es gibt insgesamt drei Klassen: spezifische Anwen-dung, generische Anwendung und generisches Pro-dukt.

Definition generische Anwendung nach EN 50129 Ka-pitel 7.3: spezifische Anwendung.

Das System ist für eine spezifische Anwendung ge-dacht, einschließlich der physischen Implementierung Siehe auch „spezifische Anwendung im Infrastruktur-projekt“



















Begriff (deutsch)

Begriff (englisch)

Abkürzung

Begriffsdefinition

spezifische Anwendung im Infrastrukturprojekt

Gemeint sind die Akteure, die das durch die generische Anwendung entwickelte System in die Infrastruktur im-plementieren.

Synonyme: Das Projekt, die Projektrealisierung, das Inf-rastrukturprojekt,

Siehe auch „spezifische Anwendung“.

spezifisches Übertra-gungsmodul

Specific Transmission Module

STM

Fahrzeugseitiges Gerät, das als Interface erlaubt, spe-zifische Funktionen eines nationalen Zugsicherungs-systems mit ETCS zu verarbeiten.

Standardbedienschnitt-stelle

SBS

Schnittstelle vom Bedienplatz zur ETCS-Zentrale

standardisierte Schnitt-stelle zum Bediensystem

Standard Communication Interface Control Command

SCI-CC

Standardisierte Schnitt-stelle zwischen ETCS-Zentrale und ESTW

Standard Communication Interface Radio Block Centre

SCI-RBC

Startlauf

Start of Mission

SoM

Beginn einer Fahrt, bzw. „Startlauf“

Der Startlauf ist ein Teil der Aufrüstprozedur, mit der ein ETCS-Zug abfahrbereit gemacht wird; dies betrifft u.a. die Eingabe von Zugnummer, Tf-Nummer, Zugdaten, Wahl des Levels usw.

Statisches Geschwindig-keitsprofil

Static Speed Profile

SSP

(festgelegtes) Geschwindigkeitsprofil der Strecke Aus (zugspezifischer) Streckengeschwindigkeit, Zug-höchstgeschwindigkeit und fahrwegspezifischen Ge-schwindigkeiten ermittelter örtlich zulässiger Geschwin-digkeitsverlauf in einem Streckenabschnitt.

Statistik der Bahnbe-triebsunfälle und gefähr-lichen Unregelmäßigkei-ten

STABAG

Ist ersetzt worden (siehe EDS)

Stellwerk

Stw

STM European

SE

ETCS-Betriebsart: STM Europa

Hinweis: Diese ETCS-Betriebsart ist ab Baseline 3 nicht mehr Bestandteil der Spezifikation.

Stopp-Datenpunkt

ST-DP

Stopp-Datenpunkt für kurze Einfahrten

SK-DP

Stopp-Datenpunkt für niedrige Geschwindigkei-ten

SN-DP

Streckenatlas

Datenbank mit allen statischen streckenspezifischen In-formationen.

streckenrelevante Infor-mation

Route Related Information

RRI

Fahrweginformationen die von der übernehmenden ETCS-Zentrale an die übergebende ETCS-Zentrale ge-sendet werden.

Streckenseitige elektro-nische Einheit

Lineside Electronic Unit

LEU

Diese steuert Balisen, Loop oder RIU zur Übertragung der Daten an den Zug.

Stromkreis umgeschaltet

Circuit switched

CS

Subsystem

sub-system

Teil eines Systems, das für sich selbst ein System ist.





















Begriff (deutsch)

Begriff (englisch)

Abkürzung

Begriffsdefinition

überwachter Ort (von ETCS)

Supervised Location

SvL

Das ETCS-Fahrzeuggerät verhindert durch Überwa-chen der Bremskurven EBI und SBI, dass dieser Ort passiert wird.

System

system

Menge miteinander in Beziehung stehender Elemente, die in einem bestimmten Zusammenhang als Ganzes gesehen und als von ihrer Umgebung abgegrenzt be-trachtet werden.

System Fehler

System Failure

SF

ETCS-Betriebsart: Systemfehler

Systemanforder-ungsspezifikation

System Requirement Specification

SRS

Beschreibung der technischen Systemanforderungen

systematischer Ausfall

systematic failure

Ausfall, der regelmäßig unter bestimmten Handha-bungs-, Lagerungs- oder Einsatzbedingungen eintritt

Systems Modeling Language

SysML

Systems Modeling Language ist eine auf UML basie-rende, standardisierte, grafische Modellierungssprache für die Modellierung komplexer Systeme.

Systemversion

system version

SV

Technische Anforde-rungsspezifikation

TAS

Die TAS stellt eine abgegrenzte Beschreibung der tech-nischen Anforderungen im Rahmen des Bahntechni-schen Protokolls (BTP) dar.

technische Kompatibilität

Die Fähigkeit von zwei oder mehr Bestandteilen des Ei-senbahnsystems oder Teilen davon, die mindestens über eine gemeinsame Schnittstelle verfügen, zusam-menzuwirken und dabei ihre eigenen betrieblichen Aus-legungsmerkmale und ihr erwartetes Leistungsniveau zu behalten.

Technische Lastenheft

TLH

Technische Mitteilung

TM

Technische Netzzu-gangsbedingungen

TNB

technische Reisendensi-cherung

tReSi

technische Sicherheit

technical safety

Teil der Sicherheit, der von den Kennwerten eines Pro-dukts abhängig ist, die sich aus den funktionalen Anfor-derungen des Systems und/oder dem Systementwurf ableiten.

Technische Spezifikation für die Interoperabilität

Technical Specification for Interoperability

TSI

Technische Spezifikation für die Interoperabilität für das Teilsystem Zug-steuerung, Zugsicherung und Signalgebung

Technical Specification for Interoperability relating to the Control-Command and Signalling subsystems

TSI ZZS TSI CCS

Durchführungsverordnung (EU) 2023/1695 der Kom-mission vom 10. August 2023 über die technische Spe-zifikation für die Interoperabilität der Teilsysteme „Zug-steuerung, Zugsicherung und Signalgebung“ des Eisen-bahnsystems in der Europäischen Union und zur Auf-hebung der Verordnung (EU) 2016/919

technische Vorschriften

Die nationalen technischen Vorschriften, die zusätzlich zu den notifizierten, technischen Vorschriften im Be-reich der Teilsysteme Infrastruktur, Energie, strecken-seitige Zugsteuerung, Zugsicherung und Signalgebung sowie der übrigen Eisenbahninfrastruktur zur Erfüllung der grundlegenden Anforderungen einzuhalten sind.

Teillastenheft

Teil-LH

Teilsysteme

Die in Anhang II der Richtlinie (EU) 2016/797 aufgeführ-ten strukturellen und funktionellen Teile des Eisenbahn-systems.

Telekommunikation

TK






















Begriff (deutsch)

Begriff (englisch)

Abkürzung

Begriffsdefinition

Temporäre Ausfahrstelle

Stelle, an der zeitweilig eine Ausfahrt aus ETCS einge-richtet werden kann.

Temporary block flow

TBF

Vorübergehende Lang-samfahrstelle

Temporary speed restriction

TSR

Test- und Programmier-geräte

TPG

Todesfalläquivalent

equivalent fatality

Ausdruck für die Angabe von Todesfällen und gewich-teten Verletzungen und Vereinbarung für das Kombinie-ren von Verletzungen und Todesfällen in einem Zahlen-wert, um die Beurteilung und den Vergleich von Risiken zu erleichtern

tolerierbare funktionale Ausfallsrate

Tolerable Functional Failure Rate

TFFR

Tolerierbare Gefähr-dungsrate

Tolerable Hazard Rate

THR

Tolerierbares individuel-les Todesfallrisiko

Tolerable Individual Risk of Fatality

TIRF

Transeuropäische Netze

Trans-European Network

TEN

Transeuropäische-Eisen-bahn- Interoperabilitäts-verordnung

TEIV

Transitions-Datenpunkt PZB

TP-DP

Transparentdatenbalise (schaltbare / gesteuerte Balise)

Transparentdatenbalisen (Transparent Data Balise oder Controllable Balise) sind mit einem Kabel mit einer LEU (Lineside Electronic Unit – streckenseitige elektro-nische Einheit) verbunden. Die LEU übermittelt der Balise das jeweils zu übertragende Telegramm. Dies könnte z. B. bei Signalbegriff Halt ein Telegramm, dass zu einem Trip führt, sein.

Transportschichtsicher-heit

Transport Layer Security

TLS

Ein hybrides Verschlüsselungsprotokoll zur sicheren Datenübertragung in Netzwerken.

Hinweis: vormals SSL

Transportschlüssel

Transport Key

K-TRANS

Kryptographischer Transportschlüssel für den sicheren Transport von kryptographischen Schlüsseln zwischen einem KMC und den ihm zugeordneten Teilnehmern,

z.B. ETCS-Zentralen und ETCS-Fahrzeuggeräten.

Triebfahrzeug

Tfz

Triebfahrzeugführer

Tf

Trip

Trip

TR

ETCS-Betriebsart: ETCS-Zwangsbremsung bis zum Stillstand

TSR-Balise

Balisengruppe, welch eine vorübergehende Langsam-fahrstelle ankündigt.

Tunnelbegegnungsverbot

prohibition on trains meeting each other in tunnels

TBV

In einröhrigen Tunneln darf ein Personenzug einen Gü-terzug nicht überholen oder begegnen.

Tunnel-Langsamfahrstelle

Temporärer Langsamfahrbereich in Tunneln auf Schnellfahrstrecken, wenn dort nicht druckertüchtigte Züge verkehren oder verkehren könnten.

übergebende ETCS-Zentrale

Radio Block Centre Handing over

Hov RBC














Begriff (deutsch)

Begriff (englisch)

Abkürzung

Begriffsdefinition

übernehmende ETCS-Zentrale

Radio Block Centre Accepting

Acc RBC

Überschreiben

Override

Bei Aktivierung der Funktion Override wird z.B. bei Fahrt auf Befehl 2 die Vorbeifahrt an einem Halt-Signalbegriff bzw. einer ETCS-Halt-Tafel ermöglicht. Diese Funktion ist vergleichbar mit der PZB-Befehlstaste. Nach Been-digung der Funktion Override wechselt das Fahrzeug-gerät in die Betriebsart SR.

Überwachung, betrieb-lich erforderliche

Gesamtheit der für den sicheren Bahnbetrieb notwendi-gen Überwachung der Zugbewegung. Die technische Überwachung kann in bestimmten Fällen unvollständig sein. In diesen Fällen muss das Betriebspersonal ver-antwortlich Überwachungsaufgaben übernehmen.

Überwachungssignali-sierte Bahnübergangssi-cherungsanlage

ÜS-BÜSA

Bahnübergangssicherungsanlage mit Überwachung des Zustands am Bahnübergang (BÜ gesichert, BÜ nicht gesichert) durch ein Überwachungssignal, wel-ches durch den Triebfahrzeugführer beachtet werden muss.

Überwachungssignali-sierte Bahnübergangssi-cherungsanlage mit opti-mierter Einschaltung

ÜS OE -BÜSA

Bahnübergangssicherungsanlage mit Überwachung des Ordnungszustands der BÜSA durch Überwa-chungssignale.

Funktionsweise grundsätzlich wie eine ÜS-BÜSA. Es besteht jedoch die Möglichkeit, den Einschaltpunkt zwi-schen dem Signal Bü 2 und dem BÜ anzuordnen. Der BÜ überwacht sich in diesem Fall permanent selbst (wie eine FÜ-BÜSA). Die Einleitung des Schließvorgangs der BÜSA erfolgt nach Passieren des Einschaltpunktes. Dadurch entsteht eine kürzere (optimierte) Schließzeit.

Überwachungssignal-wiederholer

ÜSW

unabhängige Sicherheitsbewertung

independent safety assessment

ISA

Prozess, dessen Ziel es ist festzustellen, ob der Ser-vice/das Produkt die festgelegten Sicherheitsanforde-rungen erfüllt, und zu beurteilen, ob der/das Ser-vice/Produkt in Bezug auf die Sicherheit für den vorge-sehenen Zweck geeignet ist.

Unabhängige Bewer-tungsstelle

UBS

Siehe „AsBo“

unausgerüstet

Unfitted

UN

ETCS-Betriebsart: Wird in Bereichen ohne ETCS-Streckenausrüstung und ohne nationales Zugbeeinflus-sungssystem verwendet, bzw. wenn das Tfz nicht mit der vorhandenen ETCS-Streckenausrüstung und / oder dem nationalen Zugbeeinflussungssystem kompatibel ist. ETCS überwacht in Level 0 (UN) abhängig von den Nationalen Werten eine maximale Geschwindigkeit (ceiling speed) und liest Balisen, z.B. wegen möglichem Levelwechsel, mit.

unbedingte Ausfahrt

Eine unbedingte Ausfahrt liegt immer dann vor, wenn es nach dem Ausstiegssignal keine Verzweigung gibt. Der Ausstieg kann dann unabhängig von der Signalstellung angestoßen werden und die PZB dadurch frühzeitig in den Zustand ‚hot standby’ wechseln.

Unfall

accident

Nicht beabsichtigtes Ereignis oder Reihe von Ereignis-sen mit der Folge von Toten, von Verletzten, von Verlust eines Systems oder eines Dienstes, oder von Umwelt-schäden.

Unfallverhütungsvor-schriften

UVV

UNISIG-

Änderungsantrag

UNISIG-Change Request

UCR




















Begriff (deutsch)

Begriff (englisch)

Abkürzung

Begriffsdefinition

Unterbrechungsfreie Stromversorgung

USV

Unternehmensbereich

UB

Unternehmensinterne Genehmigung

UiG

Validierung

validation

Bestätigung durch Bereitstellung eines objektiven Nachweises, dass die Anforderungen für eine spezifi-sche bestimmungsgemäße Verwendung oder eine spe-zifische beabsichtigte Anwendung erfüllt worden sind.

Variabilitätsmodell, or-thogonales

OVM

Ein orthogonales Variabilitätsmodell dient der modellba-sierten Verwaltung und Darstellung von Varianten bei der Entwicklung eines Systems. In einem Orthogonalen Variabilitätsmodell (OVM) werden mit SysML unter Ver-wendung definierter Stereotypen unabhängig vom ei-gentlichen Anforderungsmodell alle Variationen und de-ren gegenseitige Beziehungen und Einschränkungen dargestellt.

VBC-Balisen

VBC-Balise

Balisengruppen mit Paket 0, welche mittels VBC mas-kiert werden können.

VBC-Code

VBC-Code

Zahlenformat zur manuellen Eingabe durch den Tf, wird berechnet aus NID_VBCMK, NID_C und T_VBC. Beim Fahrzeug "VBC-Kennung" genannt.

VBC-Gültigkeitszeitraum

VBC validity period

T_VBC

Zeitraum für den Ablauf von VBC-Codes in dem ETCS-Fahrzeuggerät.

VBC-Identität

VBC-Identity

Beschreibt die Einheit von NID_VBCMK und NID_C.

VBC-Marker

VBC-Marker

NID_VBCMK

Parameter zur Unterscheidung von Bauzuständen in-nerhalb eines NID_C-Bereiches.

VBC-Order-Balisen

VBC-Order-Balise

Balisengruppen, welche einen oder mehrere VBC-Codes auf dem Fahrzeug aktivieren oder deaktivieren.

verantwortlicher Mitar-beiter

Staff Responsible

SR

ETCS-Betriebsart: ETCS-Fahrt mit besonderer oder ex-terner Fahrterlaubnis.

Vereinigung der europäi-schen Signalbaufirmen

Union Industry of Signalling

UNISIG

Verfügbarkeit (eines Produkts)

availability (of a product)

Fähigkeit eines Betriebsmittels, zu einem gegebenen Zeitpunkt oder während eines gegebenen Zeitintervalls eine geforderte Funktion unter gegebenen Bedingun-gen erfüllen zu können, vorausgesetzt, dass die erforderlichen äußeren Hilfsmittel bereitgestellt sind.

Verifizierung

verification

Bestätigung durch Bereitstellung eines objektiven Nachweises, dass festgelegte Anforderungen erfüllt worden sind.

Verkehrsprojekte Deut-sche Einheit

VDE

Verkettung

Linking

Verfahren, mit dessen Hilfe dem ETCS-Zug die im Fahr-weg des Zuges liegenden Balisengruppen angekündigt werden. Diese Ankündigung kann per Balisengruppe am Hauptsignal oder per ETCS-Zentrale erfolgen. Der ETCS-Zug erwartet sodann diese Balisen an den ent-sprechenden Orten. Sollte eine dieser so verketteten Balisen vom ETCS-Zug nicht gelesen werden, führt der ETCS-Zug eine vorgegebene Reaktion aus.

Versicherung

assurance

Vertrauen auf das Erreichen eines gesteckten Zieles. Erklärung, die Vertrauen geben soll.

Verspätungsursache

VU



















Begriff (deutsch)

Begriff (englisch)

Abkürzung

Begriffsdefinition

Verspätungsursachenan-lageelementtyp

VUAT

Verstärktes europäi-sches integriertes Eisen-bahnfunknetz

European Integrated Railway Radio Enhanced Network

EIRENE

Internationale Spezifikation für GSM-R

Vertrauenswürdige Posi-tion

ist eine valide Positionsmeldung innerhalb eines ver-trauenswürdigen Bereiches.

Vertrauenswürdiger Be-reich

trusted area

Bereich in dem der Beginn einer Fahrt mit gültiger und vertrauenswürdiger Position möglich ist.

Verwaltungsvorschrift für die Bauaufsicht über Sig-nal-, telekommunikati-ons- und elektrotechni-sche Anlagen

VV BAU-STE

Verwaltungsvorschrift für die Neue Typzulassung (NTZ)

VV NTZ

Verzeichnis der örtlich zulässigen Geschwindig-keiten

VzG

Verzögerung der Trans-aktionsübertragung

Transaction transfer delay

TTD

virtuelle Balisenabde-ckung

Virtual Balise Cover

VBC

VBC sind in der TSI ZZS als Möglichkeit beschrieben, mehrere Balisen mittels Projektierung gezielt ein- oder auszublenden.

Vollbrems-Ablaufkurve

Service brake deceleration curve

SBD

Vollbrems-Einsatzkurve

Service brake indication curve

SBI

Vollbremsung

VB

Bremsung entsprechend einer Absenkung des Druckes in der HL um 1,5 bar.

Vollüberwachung

Full Supervision

FS

ETCS-Betriebsart: Vollüberwachung

Hinweis: Es wird üblicherweise nur der englische Begriff bzw. die Abkürzung genutzt.

Vorbeifahrt ETCS-Halt

Mit Befehl (des FdL) erlaubte und durch Bedienung der Befehlstaste technisch mögliche Vorbeifahrt des ETCS-Zuges am ETCS-Halt - auch „Override EoA“ genannt.

Vorsichtsignal einschal-ten

VE

Bedienkommando im ESTW, mit dem das Zusatzsignal 7 (Zs 7 – Vorsichtsignal) eingeschaltet wird.

Vorsignal

Vsig

Warnkurve

Warning Curve

W

Im Fahrzeuggerät berechnete Geschwindigkeitskurve, nach deren Überfahren eine Warnung vor dem bevor-stehenden Vollbremseinsatz gegeben wird.

Wartung

vorbeugende Instandhal-tung

preventive maintenance

Instandhaltung mit der Absicht, eine etwaige Funktions-minderung zu vermeiden und die Ausfallwahrscheinlich-keit zu vermindern.
















Begriff (deutsch)

Begriff (englisch)

Abkürzung

Begriffsdefinition

Weichenbereich

Ein Weichenbereich existiert hinter einem Hauptsignal oder einer ETCS-Halt-Tafel, wenn zwischen diesem Hauptsignal oder dieser ETCS-Halt-Tafel und dem fol-genden Hauptsignal oder der folgenden ETCS-Halt-Tafel Weichen existieren. Der Weichenbereich beginnt am deckenden Hauptsignal oder an der deckenden ETCS-Halt-Tafel und endet am Grenzzeichen der letz-ten Weiche vor dem folgenden Hauptsignal oder der fol-genden ETCS-Halt-Tafel.

Hinweis: Diese Definition weicht absichtlich von der De-finition des Weichenbereiches in der Ril 301 ab.

Weichenwärter

Ww

Wichtiger Leistungsindi-kator

Key Performance Indicator

KPI

Der Begriff bezeichnet Kennzahlen, mit denen die Leis-tung von Aktivitäten in Unternehmen ermittelt werden kann. Welche KPIs betrachtet werden sollten, um Erfolg oder Misserfolg zu messen, hängt vom Unternehmen, der jeweiligen Maßnahme und deren Zielen ab.

Widerrufbalise

Die Widerrufbalise ermöglicht die Ankündigung einer vorübergehenden Langsamfahrstelle zu widerrufen. Sie wird angewandt, wenn eine Fahrt nach erfolgter Ankün-digung der vorübergehenden Lfst abzweigen kann und damit die Lfst nicht befährt. Dazu wird die Widerruf-balise nach der Verzweigungsstelle angeordnet.

Wiederherstellung (In-standsetzung)

restoration

Vorgang, wenn eine Einheit nach einem Ausfall ihre ge-forderte Einsatzfähigkeit wieder erlangt.

Wind-Langsamfahrstelle

Temporärer Langsamfahrbereich in Abhängigkeit der Windgeschwindigkeit.

Wirbelstrombremse

WB

Zeitmultiplexe Wende-zugsteuerung

ZWS

Laut Ril 418.1200A02

Zeitpunkt der Antragstel-lung

Zeitpunkt des Eingangs des Antrags auf Genehmigung eines Bestandteils des Eisenbahnsystems beim Eisen-bahn-Bundesamt

zentrale Anlaufstelle

Das Informations- und Kommunikationssystem im Sinne des Artikels 12 der Verordnung (EU) 2016/796 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. Mai 2016 über die Eisenbahnagentur der Europäischen Union und zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 881/2004 (ABl. L 138 vom 26.5.2016, S. 1) in der jeweils geltenden Fassung.

Zentraler Verzeichnis-dienst

ZVD

Zentralschaltstelle

ZES

Die Zentralschaltstelle ist für den regionalen Betrieb der Stromversorgung der Bahn zuständig.

Zielbremsung

Bremsung auf eine Zielentfernung, um z.B. eine Ge-schwindigkeitsvorgabe einzuhalten

Zielentfernung

ZE

Die Zielentfernung ist die Entfernung zum Ort, an dem die Geschwindigkeit eines Zuges gleich oder niedriger sein muss als die vorgegebene Ziel-Geschwindigkeit.

Hinweis: Nur bei anzeigegeführten Zügen

Ziel-Geschwindigkeit

V Ziel

Zeigt die nach Ablauf der Zielentfernung zu erwartende Sollgeschwindigkeit an.

Hinweis: Nur bei anzeigegeführten Zügen

















Begriff (deutsch)

Begriff (englisch)

Abkürzung

Begriffsdefinition

zufällige Fehler

random failure

nicht vorhersagbarer Fehler, der sich aus einem oder mehreren der möglichen Degradationsmechanismen ergibt

Zugbildungsanlagen

ZBA

Zugdaten

Den Zug beschreibende Daten wie z.B. Zuglänge, zu-lässige Geschwindigkeit und Bremsvermögen. Es wird unterschieden zwischen Zugdaten, die vom Tf in das Fahrzeuggerät eingegeben / ausgelesen werden und Zugdaten, die an die oder von der ETCS-Streckenzentrale übertragen werden.

Zugdateneingabe

ZDE

Zugdeckungssignal

ZDS

Züge mit Regelseitenbe-schleunigung

RS-Züge

siehe "RS" und "RS-Profil"

Zugfolgeabschnitt

Sind Gleisabschnitte der freien Strecke, in die ein Zug nur einfahren darf, wenn sie frei von Fahrzeugen sind und das Gleis bis zur nächsten Zugmeldestelle nicht durch einen Zug der Gegenrichtung beansprucht wird. Es gibt Zugfolgeabschnitte für signalgeführte Züge und für anzeigegeführte Züge.

Zugfolgestellen

Begrenzen Zugfolgeabschnitte und regeln die Folge der Züge auf der freien Strecke. In den Örtlichen Richtlinien kann angeordnet sein, dass einzelne Zugfolgestellen für bestimmte Zeiten aus der Regelung der Zugfolge aus-geschaltet werden. Es gibt Zugfolgestellen für signalge-führte Züge und für anzeigegeführte Züge. Sind diejeni-gen Zugfolgestellen, die die Reihenfolge der Züge auf der freien Strecke regeln. Bahnhöfe, Abzweigstellen und Überleitstellen sind stets Zugmeldestellen; in den Örtlichen Richtlinien für Mitarbeiter auf Betriebsstellen können andere Zugfolgestellen zu Zugmeldestellen er-klärt sein.

Zug-Interface-Einheit

Train Interface Unit

TIU

Die Train Interface Unit (TIU) ist die Schnittstelle des EVC zum Zug und/oder zur Lokomotive, um Befehle zu übermitteln oder Informationen zu empfangen.

Zuglänge

ZG

Zuglaufverfolgungsbus (Mehrpunkt-Modemver-bindung)

ZLV-Bus

Zuglaufverfolgungs-Bus-Sammelleitung

ZBS

Zuglenkung

ZL

Automatisierungsanlage zur selbsttätigen Einstellung von Zugstraßen in Stellwerken. Sie erfüllt dazu folgende Funktionen: selbsttätige Fahrstraßenwahl, zeitgerechte Ausgabe der Stellbefehle und ggf. selbsttätige Lösung örtlicher Bedienungskonflikte.

Zugmeldestellen

Sind diejenigen Zugfolgestellen, die die Reihenfolge der Züge auf der freien Strecke regeln. Bahnhöfe, Abzweig-stellen und Überleitstellen sind stets Zugmeldestellen; in den Örtlichen Richtlinien für Mitarbeiter auf Betriebs-stellen können andere Zugfolgestellen für signalge-führte Züge und für anzeigegeführte Züge.

Zugnummernmeldean-lage

ZN-Anlage

Zugposition, nominelle

Im Fahrzeug ermittelte Zugposition in Bezug auf eine Balise; die Angabe ist durch die maximal zulässige Un-genauigkeit der Wegmesseinheit „belastet“.




















Begriff (deutsch)

Begriff (englisch)

Abkürzung

Begriffsdefinition

Zugsicherungssystem

ZSS

Zugsteuergerät

ZSG

Zugüberwachte Bahn-übergangssicherungsan-lage

ZÜ-BÜSA

Bahnübergangssicherungsanlage, deren Zustand bei Annäherung eines Zuges durch Einrichtungen im Zug überwacht wird.

Zulässiger Bremsweg

Permitted braking distance

PBD

Variable, die für jedes Fahrzeug sicherstellt, dass ein vorgegebener Bremsweg eingehalten werden kann. Die tatsächliche Geschwindigkeitsbeschränkung berechnet das Fahrzeuggerät anhand der Fahrzeugdaten.

Zulassung

approvel

Erlaubnis, ein Produkt oder einen Prozess zum ange-gebenen Zweck oder unter angegebenen Bedingungen auf den Markt zu bringen oder zu nutzen.

Zulassungsprüfung Zug-straße

ZPZ

Funktion der ESTW-Zentraleinheit zur Prüfung, ob auf-grund des Zustandes der zur Fahrstraße gehörigen Ele-mente eine Zugstraße eingestellt werden darf.

Zurücksetzen

Reversing

RV

ETCS-Betriebsart: Zurücksetzen

Zusatzsignal

Zs

Beispiel: Zs1, Zs7

Zustandsdiagramm

STM

Das Zustandsdiagramm ist ein Verhaltensdiagramm der Modellierungssprachen UML und SysML. Verhalten wird über die Zustände eines Objektes und den zwi-schen diesen Zuständen möglichen Übergängen (Tran-sitionen) dargestellt. Es eignet sich besonders für die Darstellung des ereignisbasierten Verhaltens eines ein-zelnen Objekts über dessen gesamten Lebenszyklus.

Zustimmung im Einzelfall

ZE

Zustimmung im Einzelfall (EBA)

ZiE

Zuverlässigkeit, Verfüg-barkeit und Instandhal-tung

Reliability, Availability and Maintainability

RAM

Zuverlässigkeit, Verfüg-barkeit, Instandhaltung und Sicherheit

Reliability, Availability, Maintainability and Safety

RAMS

Zuverlässigkeitswachs-tum (einer Einheit)

reliability growth (of an item)

iterativer Prozess zur Verbesserung der Zuverlässigkeit

Zwangsbetriebsbrem-sung

Bei einer Zwangsbetriebsbremsung wird in bestimmten Fahrzeugen durch Zugbeeinflussungssystem bzw. Überwachungssysteme - ohne Betätigung des Füh-rerbremsventils oder Fahrbremsschalters - eine Be-triebsbremsung zur Regulierung der Geschwindigkeit ausgeführt.

Zwangsbremsung

Bei einer Zwangsbremsung wird - ohne Betätigung des Führerbremsventils oder Fahrbremsschalters - eine der Schnellbremsung vergleichbare Bremswirkung hervor-gerufen, durch Trennung der Bremsleitung oder be-stimmte Zugbeeinflussungssysteme bzw. Überwa-chungssysteme.

Zwischensignal

Zsig

Zwischenvorsignal

Zvsig

zwischenzeitliche Be-triebsaufnahme

die Aufnahme des Eisenbahnbetriebs auf einer Eisenbahninfrastruktur, die noch nicht den baulichen Endzustand erreicht hat


Begriff (deutsch)

Begriff (englisch)

Abkürzung

Begriffsdefinition

Zwischenzustände

für einen Übergangszeitraum bestehende, in sich abge-schlossene Änderungen an der Eisenbahninfrastruktur, die sich infolge des baulichen Fortschritts ergeben und nicht den baulich realisierten Endzustand der Gesamt-maßnahme darstellen - ende

Kategorie: ETCS Glossar Begriffsdefinition

Erstellt am: 15.11.2025