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Definitionen Fahrdynamik: die 5 Fahrzustände, Fahrspiel

Es gibt fünf Fahrzustände:

a) Stillstand, Geschwindigkeit = 0
b) Beschleunigung, Geschwindigkeit nimmt Zugkraft bedingt zu
c) Beharrung, Geschwindigkeit bleibt durch Zug-oder Bremskräfte gleich
d) Auslauf, Geschwindigkeit nimmt ab oder zu, gemäß der Fahrwiderstände
e) Verzögerung, Geschwindigkeit nimmt widerstands- und bremskraftbedingt ab

Die einzelnen Phasen können nach dem ersten Anfahren in beliebiger Reihenfolge aneinander anschließen.
Wenn von der sog. „straffen“ Fahrweise gesprochen wird, wird keine Auslaufphase
berücksichtigt.

Bei der DB AG wird die Fahrzeit nach der straffen Fahrweise berechnet.
Die Fahrzeitberechnung als Basis für den Fahrplan muss von Annahmen ausgehen.

Für das Anfahren wurde bisher ein- fast immer - darstellbarer Kraftschlussbeiwert von 0,18- 0,20
angenommen. Wenn irgendwelche Umstände diesen Wert nicht zu lassen, gibt es als
Rückfallebene immer die Möglichkeit den Zug durch Nachschieben oder Vorspannen zu
befördern. Im eigenen Abschnitt über den KSB (siehe 5.1) werden seine Problematik und die
Abhängigkeit seines Wertes von weiteren Parametern gezeigt.

Beharrung und Auslauf stellen in der Regel (keine starke Steigung) weiter keine Probleme.
Beim Bremsen muss wieder der KSB berücksichtigt werden, diesmal mit einem Wert, den es
sicher an fast allen Tagen des Jahres gibt. Der Wert liegt bei 0,12 – 0,15. Eine Rückfallebene
wie beim Anfahren fehlt. Hier können Probleme mit dem KSB die Sicherheit des Systems
Eisenbahn beeinträchtigen.

Kategorie: Definitionen Fahrdynamik

Erstellt am: 14.11.2025